Chronik | Niederösterreich
04/17/2019

Grundstein für Bau der S8 Marchfelder Schnellstraße gelegt

Seit 2011 lief die Umweltverträglichkeitsprüfung der S8. Jetzt ist der positive Bescheid da. Der Bau soll Verkehrsentlastung bringen.

Die geplante Errichtung der S8 Marchfeld Schnellstraße durch die Asfinag ist nach langer Prüfungsphase nun auf der Zielgeraden. Am Mittwoch fertigte Verkehrsminister Norbert Hofer den Bescheid über die positive Umweltverträglichkeitsprüfung aus. Die 14,4 Kilometer lange Schnellstraße zwischen Süßenbrunn und Gänserndorf soll 18.000 Anrainer vom Verkehr entlasten und gleichzeitig die Wirtschaftsbetriebe der Region besser erreichbar machen.

Außerdem soll mit der Errichtung der S8 zwischen Knoten S 1 Außenring Schnellstraße/S 8 und der Staatsgrenze bei Marchegg eine hochrangige Verbindung der Städte Wien und Bratislava entstehen, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Zudem könne damit der „Regionenring“ rund um Wien durch die Verbindung mit der S1 fertig gestellt werden.

Vorarbeiten in Niederösterreich begonnen

Das Land Niederösterreich errichtet gemeinsam mit der Stadtgemeinde Gänserndorf bereits den Zubringer Gänserndorf um etwa sechs Millionen Euro. Der niederösterreichische Mobilitätsstadtradt Ludwig Schleritzkoerhofft sich durch den Bau der S8 vor allem eine Beruhigung der Ortsdurchfahrten Gänserndorf, Strasshof und Deutsch Wagram: „Zur Zeit sind hier 24.000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs. Davon 2000 Lkw."

Das Verfahren zur Prüfung der Umweltverträglichkeit war lang. Es begann bereits im Juli 2011. Bis 2016 wurden noch Änderungen am Projekt vorgenommen beziehungsweise weitere Unterlagen nachgereicht. Nach Abschluss der mündlichen Verhandlung gab es ein umfangreiches ergänzendes Ermittlungsverfahren im Hinblick auf die Fachbereiche Lärm und Naturschutz. Dieses ist nun abgeschlossen.

Vorerst handelt es sich trotzdem nur um einen Etappensieg. Denn für die Umweltorganisation VIRUS ist noch nichts beschlossen. Die endgültige Entscheidung würde laut VIRUS-Sprecher Wolfgang Rehm erst beim Bundesverwaltungsgericht fallen. „Das Verfahren wird noch Jahre dauern", gibt sich der Umweltschützer kämpferisch.