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Chronik Niederösterreich
11/15/2019

Göllersdorferin fertigt Kinderkleidung nach Maß

Victoria Dorfner aus Göllersdorf produziert Kleidung für Babys und Kinder in Handarbeit.

von Kevin Kada

Die Geburt ihres Sohnes war für Victoria Dorfner der ausschlaggebende Punkt: „Mir hat die Kleidung im Geschäft einfach nicht gefallen und darum habe ich begonnen, meine eigenen Sachen zu machen.“ Das war der Startschuss für das Unternehmen „MiniVi“ aus Göllersdorf im Bezirk Hollabrunn. Dorfners Sohn ist mittlerweile zehn Jahre alt. Hinzu kam noch eine Tochter.

Doch aus den anfänglichen Näharbeiten für die eigenen Kinder wurde schnell eine Geschäftsidee, wie die Göllersdorferin erzählt: „Als ich da vor zehn Jahren angefangen habe, gab es schnell Eltern, die mich gefragt haben, ob ich nicht auch für sie etwas nähen könnte. Doch das ging sich mit meinem Job als Volksschullehrerin nicht wirklich aus. Hinzu kommt, dass mein Mann Polizist ist. Also ‚unter der Hand‘ ging da gar nichts“, sagt sie schmunzelnd.

Vor zwei Jahren war es dann so weit. Die Anfragen stapelten sich und Dorfner gründete „MiniVi“. Ihren Hauptberuf als Volksschullehrerin behielt sie trotzdem. Dorfner designed und produziert maßgeschneiderte Baby- und Kindermode. Der Trend geht vor allem zu bunten Kleidungsstücken. Eine Tatsache, die sie an ihre eigenen Anfänge erinnert: „Für Burschen gab es damals blaue, hellblaue und braune Kleidung. Mehr nicht.“

Kleider zum Freuen

Die Art und Weise, wie man zu den Stücken kommt, ist dabei unterschiedlich. Dorfner produziert auch Einzelstücke nach eigenen Ideen. Ansonsten richtet Sie sich nach Kundenanfragen. „Zuerst muss ich wissen, für welche Größe und welches Geschlecht das Stück wird. Dann gibt es Dinge wie Farben, Drucke und natürlich die Stoffauswahl.“ Denn dabei achtet die Göllersdorferin besonders darauf, dass die Stoffe nachhaltig und aus Bio-Produktion sind. „Und darauf achten heutzutage auch die Eltern ganz besonders“, weiß Dorfner.

Deswegen und weil es sich um Einzelstücke aus Handarbeit handelt, ist die Kleidung nun einmal etwas teurer als Massenware. Aber jede Arbeitsstunde lohnt sich, meint Dorfner: „Es ist so schön, wenn man dann die Kinder sieht wie sie ein neues Kleidungsstück haben und sich einfach darüber freuen, weil genau das drauf ist, was sie wollten.“

Mehr Infos zum Unternehmen gibt es unter www.minivi.at