Glasfaser-Spezialist baut großes US-Werk
Der Glasfaser-Produzent "FCT" mit Sitz in Gmünd hat großes vor. Der Spezialist für Sensorkabeln gehört bereits zu den Globalplayern und will jetzt in den USA expandieren. Bei seinem Erzeugnis handelt es sich um ein spezielles Glasfaserkabel, das Temperatur, Lautstärke und Druck ohne Strom und an jedem Punkt des Kabels messen kann. Der amerikanische Markt ist für den Waldviertler Betrieb deshalb so interessant, weil sein Produkt die Erdöl-Industrie anspricht und deren große Konzerne in den USA beheimatet sind.
Lückenlos
Die FCT plant einen Tochterbetrieb, der in Virginia - 350 Kilometer südlich von Washington - seinen Standort haben wird. Das Werk soll im Sommer 2012 eröffnen. Das Besondere an dessen Produkt: Bisher konnten Druck- und Temperaturunterschiede an Öl-Pipelines nur an wenigen Stellen gemessen werden. Mit den Glasfaserkabeln von FCT sei man in der Lage, durchgehend entlang der Pipeline Einflüsse zu messen. Diese lückenlosen Daten seien auch hilfreich, um Ölkatastrophen zu verhindern, sagen Experten.
Für FCT-Geschäftsführer
Karl Bauer sei es auch notwendig, einen US-Betrieb zu bauen, um dort langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Noch dazu sei das Werk wichtig, damit eine Lücke im Produktionsablauf geschlossen werden kann.
Die Glasfaserröhrchen wurden bisher teuer zugekauft. Pro Jahr sollen bis zu 5000 Kilometer an Glasfasern selbst hergestellt werden. Für die Forschung und Entwicklung sind weiterhin die 25 Mitarbeiter auf dem Standort Gmünd zuständig, die derzeit die Druckmessung verbessern wollen.
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