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Chronik Niederösterreich
04/10/2019

Giftköder ausgelegt: Warnung vor Tierquäler

Gemeinde warnt Tierbesitzer. Die Polizei hofft bei Ermittlung auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Mindestens ein halbes Dutzend Hunde wurde in den vergangenen Wochen bei Tierärzten im Raum Krems wegen schwerer Vergiftungserscheinungen behandelt. Nach zwei weiteren Fällen in Dross, Bezirk Krems, warnt die Gemeinde ihre Bürger jetzt mittels Flugblatts, das an alle Haushalte ging.

Der jüngste Fall ist der des erst sechs Monate alten Labrador-Rüden „River“ von Hannelore Aschauer aus Dross. Sie unternahm am 4. April einen Spaziergang mit ihm in der Nähe des Anwesens der Familie. In der Nacht darauf hatte das Tier Lähmungserscheinungen. Die Kremser Tierärztin Elisabeth Bauer konnte den Hund retten. „Ich hatte in jüngster Zeit alleine vier ähnliche Fälle, alle in der Nähe von Krems“, berichtet die Tiermedizinerin. In einem Fall fiel der betroffene Hund sogar ins Koma, er ist aber inzwischen wieder fit.

„So etwas gibt es immer wieder, zuletzt hatte ich auch einige Fälle“, bestätigt Tierarzt Ingo Mai aus Gföhl. Mehrfach ist es ihm gelungen, eine Probe der Giftköder sicherzustellen. So konnte die Art des Giftes identifiziert werden. „Leider muss das alles in ein Labor nach München geschickt werden“, sagt Mai. So dauere es etwa zwei Wochen, bis man Genaues wisse. Ginge das schneller, müsste man sich bei der Behandlung eines Tieres nicht alleine auf die Erfahrung verlassen.

„Nach der Anzeige bei der Polizei sahen wir uns veranlasst, zu handeln“, sagt der Bürgermeister von Dross, Andres Neuwirth. Umweltgemeinderat Dietmar Wurzer ließ daher Handzettel herstellen und sie an alle Haushalte verteilen.

Vorsicht

„Ich halte das keinesfalls für übertrieben“, sagt Tierarzt Mai. So könnten Hundebesitzer besonders achtsam sein, obwohl es nicht leicht sei, Hunde vor Giftködern zu schützen. „Hunde sind blitzschnell, wenn sie etwas Fressbares finden. Selbst wenn man sie an der Leine führt, können sie etwas erwischen“, berichtet Mai.

Die Polizei Langenlois ermittelt. Betroffene oder Personen, die etwas zur Aufklärung beitragen können, werden ersucht, sich unter  059133/3444 zu melden.

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