Historische und aktuelle Naturkatastrophen stehen bei der Sonderausstellung im Fokus

© Kurier/Anna Hlawatsch

Niederösterreich
03/09/2017

Gewaltige Begegnungen im Museum Niederösterreich

Neue Sonderausstellung im Haus der Natur über extreme Naturereignisse

Vorbei an einem von einer Mure verschütteten Auto und einer temporären Hochwasser-Schutzwand über einen Hochwassersteg gelangt man in die neue Sonderausstellung "Gewaltig! Extreme Naturereignisse". Die beschäftigt sich mit grundlegenden Fragen zum Klimawandel. Treten etwa Erdbeben und Stürme angesichts der globalen Erwärmung häufiger und stärker auf? "Im Grunde erklären wir Naturphänomene mit internationalen Beispielen", erklärt Christa Hammerl, die Kuratorin der Schau.

Einblick in die Welt der Forschung

In Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) widmet sich die neue Sonderausstellung im Haus Niederösterreich in der Landeshauptstadt St. Pölten einem hochaktuellen Thema. "In der Ausstellung erklären wir nicht nur, wie diverse Naturkatastrophen entstehen", sagt Kuratorin Hammerl über die Schau. "Wir befassen uns auch mit der Frage, wann Naturkatastrophen als solche wahrgenommen werden, warum wir glauben, dass sie angesichts des Klimawandels häufiger auftreten und werfen dabei auch spannende Blicke in die Geschichte", so Hammerl. Dabei fasziniert Hammerl persönlich vor allem die Entstehung eines Erdbebens und seine Auswirkungen.

Tiere als Naturkatastrophe

Erich Steiner, der wissenschaftliche Leiter vom Haus der Natur im Museum Niederösterreich hat sich mit den tierischen Plagen befasst: "Egal ob Reblaus, Wegschnecke oder Heuschrecke. In der Ausstellung zeigen wir auch jene Beispiele, wo die Natur der Natur ausgesetzt hat. Denn auch Tiere können zur Naturkatastrophe werden, wenn sie in großen Massen auftreten", so Steiner.

Die Pioniere der Wissenschaft

Mit elf noch nie gezeigten historischen Messinstrumenten, die Kurator Peter Melichar fachkundig restauriert hat, und zahlreichen Dokumenten beleuchtet die Schau die drei Pioniere der geophysikalischen Wissenschaften: Carl Friedrich Gauß, Karl Kreil und Victor Conrad. "Mit einer Direktübertragung der Messdaten vom Conrad Observatorium am Traferlberg in Niederösterreich zeigen wir neue Wege der geophysikalischen Grundlagenforschung", so Melichar über die Schau.

Naturereignissen auf der Spur

Die Ausstellung "Gewaltig! Extreme Naturereignisse" im Haus der Natur im Museum Niederösterreich ist von Dienstag bis Sonntag sowie Feiertags von 9 bis 17 Uhr von 12. März 2017 bis 11. Februar 2018 zu sehen. Begleitet wird die Schau von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Expertenvorträgen, einer Kuratorenführung, dem Familienprogramm "Sonntag im Museum", an jedem 1. Sonntag im Monat, dem Wissensfestival "Abenteuer Wissen" am 7. Mai 2017 und in den Schulferienprogrammen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Museums Niederösterreich.

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