Chronik | Niederösterreich
24.10.2018

Gekentertes Bundesheer-Boot: Kein technisches Gebrechen

Laut einem Gutachten gibt es "keinerlei Hinweise" auf ein technisches Gebrechen des Fahrzeugs.

Nach dem Kentern eines Pionierbootes auf der Donau bei Hainburg (Bezirk Bruck a.d. Leitha) im September ist nun klar, dass am Wasserfahrzeug selbst kein technisches Gebrechen vorlag. Bis zur Fertigstellung des Berichts einer vom Bundesheer eingesetzten Untersuchungskommission werde es noch einige Zeit dauern, teilte Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium am Mittwoch auf APA-Anfrage mit.

Ein Gutachten, das sich mit dem Zustand des Pionierbootes beschäftigt, liegt mittlerweile vor. In diesem wird ausgeführt, dass "keinerlei Hinweise" auf ein technisches Gebrechen gefunden wurden, sagte Bauer. Auch Einsatzprotokolle sowie Niederschriften der Befragungen der Soldaten seien laut dem Sprecher fertiggestellt.

Wellentechnisches Gutachten

Noch ausständig ist demnach unter anderem das wellentechnische Gutachten, mit dem zwei Experten - einer von der Technischen Universität Graz und einer aus Deutschland - betraut wurden. Wann dieses fertiggestellt werde, könne man im Moment nicht sagen. "Darauf haben wir keinen Einfluss", sagte der Bundesheersprecher.

Der Staatsanwaltschaft Korneuburg liege der Abschlussbericht der Polizei mit den Befragungen der Teilnehmerinnen des Girls' Camp vor, sagte Sprecher Friedrich Köhl auf Anfrage. Nun warte man noch auf den Bericht der vom Bundesheer eingesetzten Untersuchungskommission.

Zwei Teilnehmerinnen an dem Girls' Camp mussten nach dem Kentern des Pionierbootes am 1. September reanimiert werden. Die Frauen im Alter von 22 und 18 Jahren wurden von Notarzthubschraubern in Wiener Krankenhäuser geflogen.