Chronik Niederösterreich
07/30/2012

Gefeuerter Primar: Vergleich vor Arbeitsgericht

St. Pölten – Hohe Wellen schlug die fristlose Entlassung des Radiologie-Primars Erich S. aus dem Landesklinikum St. Pölten vergangenen November. Die Ärzte seiner Abteilung standen geschlossen hinter ihm und kritisierten in einem offenen Brief den drastischen Rauswurf samt Security-Geleit und Hausverbot.

Jetzt scheint sich auch das Arbeitsgericht auf seine Seite geschlagen zu haben. In einem Vergleich einigten sich der Primar und die Landeskliniken-Holding. Über die inhaltlichen Details hüllten sich aber sowohl die Klinikleitung, als auch Professor S. in Schweigen.

Beide waren zwar erreichbar, wollten aber ausdrücklich kein Statement abgeben, da „im Vergleich auch gegenseitiges Stillschweigen vereinbart wurde“. S. fügte nur noch hinzu, dass sich jeder selbst seinen Reim darauf machen könne. Er sei nun pensioniert und froh, dass es vorbei sei.

Mobbing?

Aus hausinternen Quellen heißt es, dass der 62-jährige Arzt schon längere Zeit unter Mobbing gelitten haben soll und sogar um sein Leben fürchten musste. Nun warte man auf eine öffentliche Rehabilitation des ehemaligen Kollegen, der „ein hervorragender Radiologe und außergewöhnlicher Mensch mit Weitblick“ sein soll.

Als Begründung für die übereilte Entlassung wurden im November schwerwiegende Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Geräten und dem Verbrauch von Kontrastmitteln genannt. Die Abteilung durfte er nach dem Rauswurf nur noch in Begleitung betreten, um seine Habseligkeiten zu packen.

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