Chronik | Niederösterreich
31.07.2018

Gasflasche geriet in Wiener Neustadt in Brand: Cobra im Einsatz

Nahegelegenes Wohnhaus evakuiert. Spezialeinheit bannte Explosionsgefahr mit gezielten Schüssen.

In einer Wiener Neustädter Metallverarbeitungsfirma ist am Montag eine Acetylengasflasche in Brand geraten. Arbeiter bekämpften die Flammen mittels Handfeuerlöscher. Wegen der Explosionsgefahr wurde ein Wohnhaus in der Nähe evakuiert. Während die Feuerwehr laut Aussendung die undichte Flasche mit Wasserwerfern kühlte, wurde die Spezialeinheit Cobra angefordert, die die Gefahr mit Schüssen bannte.

Die Beschäftigten des Betriebes in der Gymelsdorfer Vorstadt reagierten laut Feuerwehr "vorbildlich", als am Nachmittag die ersten Flammen aus der Gasflasche schlugen. Sie löschten den Brand und riefen die Einsatzkräfte, die Firma wurde geräumt. "Da sich die Fertigungshalle in bebautem Gebiet befand und im Gefahrenbereich noch weitere explosionsgefährdete Objekte standen, war die Alarmierung mittels Sirene erforderlich, um im Falle einer Explosion genügend Einsatzkräfte vor Ort zu haben. Da vor allem in der Anfangsphase noch akute Explosionsgefahr bestand, wurde von der Feuerwehr auch ein gegenüberliegendes Mehrparteienhaus geräumt", sagte Einsatzleiter Josef Bugnar.

Die Cobra wurde verständigt, um die Flasche ohne Gefährdung von Einsatzkräften aus der Ferne aufzuschießen. Die dabei verwendete spezielle Munition bewirke ein kontrolliertes Abbrennen des austretenden Gases, hieß es von der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt. Dabei kam es laut Aussendung zu mehreren kleinen Explosionen, welche sowohl von den Schüssen als auch vom sich plötzlich entzündenden Gas kamen. Neben der Feuerwehr Wiener Neustadt, die mit sieben Fahrzeugen und 36 Mitgliedern ausrückte, und der Cobra standen auch das Rote Kreuz und die Polizei im Einsatz.