Feuerwehr-Pläne geraten ins Wanken

Melk – Löschkräfte in Spielberg/Pielach gegen Zusammenlegung

Mit solch einem Gegenwind hat ÖVP-Bürgermeister Thomas Widrich wohl nicht gerechnet. Sein Plan, die Feuerwehren Melk und Spielberg/ Pielach im ehemaligen Telekom-Areal örtlich zusammenzulegen, gerät ordentlich ins Wanken.

Bei einer Mitgliederversammlung der FF Spielberg/Pielach am vergangenen Freitag sprachen sich die Löschkräfte gegen dieses Vorhaben aus. „Mit einer klaren Mehrheit“, wie Kommandant Friedrich Bitsch betont. Das Ergebnis käme nicht von ungefähr, ist sich Bitsch sicher. „Wir wollen eigenständig bleiben. Denn aus meiner Sicht folgt nach einer Zusammenlegung auch die Fusion. Das wäre unausweichlich.“

Aber auch im Stadtrat hatte es Widrich nicht einfach seinen Wunsch durchzubringen, berichteten mehrere Mitglieder der Opposition. Zwar war es keine Überraschung, dass Forum, Grün und Rot den Plänen des Stadtchefs eine Absage erteilten, aber auch ein VP-Stadtrat war sich der ganzen Sache scheinbar nicht mehr so sicher. „Plötzlich wurde die Sitzung unterbrochen und erst nach 20 Minuten ging es wieder weiter. In dieser Pause dürfte die VP auf ihren Stadtrat eingeredet haben. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, berichtet Forum-Mann Reinhard Berger.

Die Grünen und die SPÖ betonen, dass sie zwar nicht kategorisch gegen das Projekt sind, „aber eine Entscheidung muss gemeinsam mit den Feuerwehren getroffen werden“. „Zwangsverpflichtung kann es keine geben“, sagt SP-Stadtrat Werber Rafetseder. Das Thema könnte auch bei der kommenden Gemeinderatssitzung für Gesprächsstoff sorgen.

( Kurier ) Erstellt am 30.01.2012