Chronik Niederösterreich
12/05/2011

Fast 90.000 Euro Schaden: Junge Vandalen verurteilt

Waidhofen - Sie verdienen als Lehrlinge rund 400 Euro im Monat und haben keine Ahnung, wie sie jemals wieder gut machen können, was sie in Waidhofen/Thaya offenbar aus Frust angerichtet haben: Fast 90.000 Euro Schaden haben die heute 16-jährige Burschen durch Vandalismus und Einbrüche verursacht. Gestern wurden sie im Landesgericht Krems verurteilt.

Immer wenn ihnen langweilig war, sind die beiden Burschen in den Jahren 2010 und 2011 (einer schon ab 2009) gemeinsam durch Waidhofen gezogen und haben aus Langeweile zugeschlagen. Sie haben Dutzende Autos zerkratzt, Feuerlöscher leer gesprüht, aber auch Einbrüche verübt. Sie haben beispielsweise Zuckerlautomaten mit Feuerzeuggas gefüllt und gesprengt, um an den Inhalt zu kommen oder sind in eine Sportplatz-Kabine eingedrungen und haben Jacken gestohlen oder Fahrräder entwendet.

Eine plausible Antwort auf die Frage, warum sie die Taten begangen haben, blieben beide Angeklagten dem Richter Gerhard Wittmann schuldig. "Aus Dummheit und Langeweile", sagten sie. Nur einer hat der Polizei gegenüber zugegeben, dass er immer dann etwas zerkratzte, wenn er sich geärgert hat. Die Konsequenzen der Taten seien ihnen nicht klar gewesen.

Schadenersatz

Auf die Frage, wie sie den Schaden wieder gut machen wollen, meinte einer: "Mit sozialer Arbeit vielleicht."

"Die wird den Opfern nicht helfen", konstatierte Wittmann. Er verurteilte den Haupttäter zu zwölf Monaten Haft, davon neun bedingt. Der Angeklagte gab keine Erklärung ab, das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

Der zweite Täter fasste neun Monate bedingt aus, das Urteil ist rechtskräftig, weil er ebenso wie die Staatsanwältin zustimmte.