Familie Schreiber: Obstbau aus Leidenschaft

© Bild: Obstbaumschule Schreiber

Das Familienunternehmen ist Experte für Marillenanbau und betreibt außerdem eine große Baumschule.

Wenn man von der Marille spricht, denkt man wohl automatisch in erster Linie an die Wachau. Doch mittlerweile hat die Frucht auch im Weinviertel Einzug gehalten.

Die Familie Schreiber aus Poysdorf im Bezirk Mistelbach hat sich auf den Marillenanbau spezialisiert. „Mittlerweile haben wir rund 20.000 Marillenbäume im Fruchtertrag“, erklärt Robert Schreiber, Eigentümer und leidenschaftlicher Obstbauer.

Die Weinviertler Marille ist auf dem Siegeszug – und der Grund dafür liegt für Robert Schreiber auf der Hand: „Man sagt, dass man überall Marillen anbauen kann, wo man auch Wein anbauen kann. Und davon haben wir im Weinviertel sicher eine ganze Menge.“

Der gute Boden und das Klima helfen beim Wachstum. Was allerdings für Probleme sorgt, war in den vergangenen Jahren die Ernte.

46-109525051
© Bild: Obstbaumschule Schreiber

Hagel und Frost

Nicht nur der Obstbauer Schreiber, sondern alle Bauern sind von den klimatischen Verhältnissen abhängig. Besonders gefährlich sind hier natürlich Hagel und später Frost. „2016 hatten wir bei der Marille 80 Prozent Ertragsverlust. 2017 waren es immer noch 40 Prozent“, erklärt der Obstbauer.

Im Vorjahr konnten größere Ertragsverluste verhindert werden, weil die Schreibers acht Hektar beheizt haben. „Wenn man aber bedenkt, dass man 3000 Euro pro Nacht und Hektar für das Beheizen zahlt, dann ist auch das keine billige Sache.“

Für dieses Jahr sieht die Ernte schon wesentlich besser aus. Zwar gab es Ende April und Anfang Mai auch ein paar kleinere Hagelschäden, doch die fallen nicht so sehr ins Gewicht. „Heuer ist es sogar so, dass wir durch das frühe warme Wetter gut eine Woche vor dem Ernteplan sind. Auch das ist nicht ideal, aber besser, als wir hätten nichts zu ernten.“

Baumschule

Neben dem Marillen- und weiteren Obstanbau haben die Schreibers noch ein weiteres Standbein. Die Aufzucht von Obstbäumen für den Weiterverkauf nimmt einen großen Teil der bewirtschafteten Flächen ein. Dabei werden die Bäume nicht nur in Österreich verkauft, erklärt Schreiber: „Wir exportieren sogar bis nach Kasachstan und Moldawien.“

( kurier.at , kk ) Erstellt am 25.05.2018