Chronik | Niederösterreich
14.06.2018

Exekutive warnt vor Telefonbetrügern, die sich als Polizisten ausgeben

Anrufer verlangen Tausende Euro nach vermeintlichem Unfall. Frau aus dem Bezirk Mödling übergab 16.000 Euro an "Geldboten".

Die NÖ Exekutive hat am Donnerstag vor Telefonbetrügern gewarnt, die sich als Polizisten ausgeben. Derartige Anrufe wurden in den vergangenen Wochen vor allem aus dem Bezirk Mödling gemeldet. Einer älteren Frau wurden 16.000 Euro herausgelockt - mit dem Vorwand, ihre Tochter hätte einen Verkehrsunfall verursacht und müsse in Haft, wenn nicht zumindest ein Teil des Schadens bezahlt werde.

Das Opfer fuhr einer Aussendung zufolge mit einem Taxi aus dem Bezirk Mödling nach Wien und übergab die Summe in bar an einen "Geldboten". Im Visier der bisher unbekannten Täter sind großteils ältere Personen. Die Masche: Die Betrüger rufen laut Polizei mit unterdrückter Rufnummer an und täuschen vor, dass durch den vermeintlichen Verkehrsunfall ein hoher Schaden - von 60.000 bis 80.000 Euro - entstanden sei, der durch keine Versicherung gedeckt sei. Die Tochter dürfe die Polizeistation nicht verlassen, ihr drohe eine zweiwöchige Haftstrafe.

Während des Gesprächs mit Opfern sei auch angeboten worden, mit der "Tochter" zu sprechen. Dabei sei Weinen und Schluchzen einer Komplizin zu hören gewesen und ein Mann habe erklärt, dass die "Tochter" aufgrund ihrer psychischen Ausnahmesituation nicht sprechen könne. Die Exekutive ersuchte, nach der Entgegennahme solcher Anrufe sofort Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle zu erstatten.