Chronik | Niederösterreich
09.06.2018

Erster Schmetterlings-Weg in NÖ

Die Artenvielfalt kann nun über einen eigenen Weg durch die Natur besichtigt werden

Am 14. Juni öffnet der erste Schmetterlings-Weg in Niederösterreich seine Pforten. In Langenzersdorf, Bezirk Korneuburg, wurde am Bisamberg ein eigener Weg angelegt, der durch die Wiesen und Wälder führt und nützliche Informationen zur heimischen Fauna und Flora bieten soll.

Der Weg zieht sich durch eines der artenreichsten Gebiete Österreichs und führt durch das Europaschutzgebiet, welches seit 1998 besteht. Der größte Teil ist bewaldet. Hauptsächlich Eichen-Hainbuchenwälder, aber auch andere Laub- und Nadelwälder findet man in dieser Region. Durch die vielseitige Landschaft haben sich in diesem Gebiet auch zahlreiche Tierarten angesiedelt. Allen voran ist es ein großer Lebensraum für Schmetterlinge. Aber auch Ziesel, Hirschkäfer und die italienische Schönschrecke haben in dem Waldgebiet ein neues Zuhause gefunden.

Am Startpunkt des Weges, dem sogenannten Venusgarten, wurde eine alte Streuobstwiese gemeinsam mit Flüchtlingen aus Langenzersdorf revitalisiert. Genau dieser Bereich bietet den perfekten Lebensraum für Schmetterlinge. „Mit diesem Projekt wollen wir den Blick und die Herzen der Menschen auf die Artenvielfalt vor ihrer Haustüre öffnen. Denn man schützt nur, was man kennt und liebt“, erklärt Martin Wildenberg, Biodiversitätsexperte von Global 2000.

Wanderung

Der Schmetterlings-Weg wurde im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts „Blühlinge“ umgesetzt. „Mich freut es, gemeinsam mit Global 2000 ein Projekt machen zu können, um unsere Umwelt und in diesem speziellen Fall unsere Schmetterlinge schützen zu können“, ist Langenzersdorf-Bürgermeister Andreas Arbesser froh über das neue Natur-Ausflugsziel in seiner Gemeinde.

Für Interessierte gibt es nach der Präsentation am 14. Juni die Möglichkeit, mit einem Schmetterlingsexperten den Weg zu begehen.