Chronik | Niederösterreich
13.04.2018

Ermittlungen gegen FPÖ-Gemeinderat

© Bild: Kurier/Jeff Mangione

Politiker soll gegen Feuerwehrkameraden tätlich geworden sein und verlässt Partei

Ende März soll es zwischen zwei Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg zu einem Streit gekommen sein. Einer der Beteiligten sitzt auch für die FPÖ im Gemeinderat. Er soll gegen den Feuerwehrkameraden handgreiflich geworden sein. Deswegen wurde ihm auch die Feuerwehrmitgliedschaft entzogen. Hinzu kommt, dass er auch Waffen besitzen soll, für die er keine Erlaubnis hat. Wegen beider Delikte ist nun eine polizeiliche Ermittlung im Laufen.

Diese Vorwürfe bestätigt auch ÖVP-Bürgermeister Christian Gepp: „Ich wurde vom Feuerwehrkommandanten über die Sache informiert und mir ist auch bekannt, dass es eine Ermittlung gegen den besagten Gemeinderat gibt.“

Korneuburg-Bürgermeister Christian Gepp © Bild: ÖVP NÖ

Der Beschuldigte selbst, will sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Ebenso der FF-Kommandant. Doch der Politiker zog bereits selbst Konsequenzen, wie Robert Koppensteiner, Bezirksobmann der FPÖ Korneuburg, bestätigt: „Bereits wenige Tage nach dem Vorfall hat uns der Gemeinderat mitgeteilt, dass er seine Mitgliedschaft in der FPÖ beendet.“

Planung

Wie Koppensteiner weiter ausführt, sei es nicht das erste Problem mit besagtem Gemeinderat gewesen: „Es gab schon einige Aktionen in der Korneuburger Ortsgruppe. Darum haben wir auch nicht mehr mit ihm geplant. Die Überlegungen, ihn aus der Partei zu werfen waren bereits seit einiger Zeit da. So hat er uns diesen Schritt mit seinem Austritt erspart.“

FPÖ-Korneuburg-Bezirksparteiobmann Robert Koppensteiner © Bild: Patrick Hofschneider/FPÖ

Wie es mit dessen Mandat weitergeht ist unklar. Denn davon müsste der Gemeinderat selbst zurücktreten. Sollten sich die Vorwürfe gegen ihn erhärten und ein Strafverfahren eingeleitet werden, hofft der Bürgermeister auf die Vernunft: „Bei solchen Vorwürfen sollte jeder seine eigenen Konsequenzen ziehen können.“