Chronik Niederösterreich
12/05/2011

Entführungsalarm nach Streit: Mann zerrte Verlobte ins Auto

Bezirk Tulln - Dramatische Szenen spielten sich Samstagabend auf der LH 118 zwischen Königstetten und Wolfpassing im Bezirk Tulln ab. "Ich habe soeben gesehen, wie eine Frau gegen ihren Willen in ein Auto gezerrt wurde", berichtete ein aufgeregter Anrufer gegen 19.20 Uhr dem Polizei-Notruf. Der Zeuge hatte beobachtet, dass die Frau vorbeifahrende Autolenker mit Handzeichen auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam zu machen versuchte. Auch das Kennzeichen des Autos hatte der Anrufer notiert.

Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung nach dem vermeintlichen Entführer ein. Wenig später wurde das Auto gesehen und in Klosterneuburg Kierling angehalten. Im Wagen saßen ein 41-jähriger Österreicher mit marokkanischen Wurzeln und seine 28-jährige Verlobte, ebenfalls ehemalige marokkanische Staatsbürgerin. Beide wohnen im Bezirk Tulln.

Die Frau war traumatisiert und hatte sichtbare Verletzungen im Gesicht. Zudem wies sie Spuren früherer Misshandlungen auf. Sie wurde zur ambulanten Behandlung ins LKH Klosterneuburg gebracht.

Der Mann zeigte sich im Verhör auf der Polizeiinspektion Tulln teilweise geständig, verharmloste aber die Gewaltakte: In seinem ehemaligen Heimatland Marokko sei das durchaus üblich. Über ihn wurde ein vorläufiges Betretungsverbot der gemeinsamen Wohnung verhängt; zudem wird der Gewalttäter auf freiem Fuß wegen Körperverletzung und Freiheitsentzug angezeigt.

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