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Chronik Niederösterreich
09/01/2019

Einsatz in Melk: Brand an Bord eines Donau-Kreuzfahrtschiffes

Während an Deck gefeiert wurde, brach im Maschinenraum ein Feuer aus. Verletzt wurde zum Glück niemand.

von Katharina Zach

Großes Glück hatten Passagiere und Besatzung eines Donau-Kreuzfahrtschiffes Samstagabend. An Bord war gegen 21.15 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Es konnte rasch gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Allerdings wurden Erinnerungen an den Schiffsbrand von vor zwei Jahren wach, bei dem es mehrere Verletzte gab.

"Laut Kapitän haben sie den Brand entdeckt, als sie ablegen wollten", erzählt der Melker Feuerwehrkommandant Thomas Reiter. Das war eine der glücklichen Fügungen. Da das Schiff mit 150 Personen an Bord noch an der Schiffsstation in Melk lag, konnte die Feuerwehr rasch zum Brandherd vordringen.

Nach der Alarmierung rasten neben Feuerwehr sofort auch Polizei und Rotes Kreuz zur Anlegestelle. Vor Ort wurden die Retter vom Schiffskapitän über die Lage informiert. Dem Kapitän zufolge war es im Maschinenraum zu einer massiven Rauchausbreitung gekommen. Das Bordpersonal hatte noch versucht, mit dem schiffseigenen Atemschutzgeräten den Brandherd zu lokalisieren, es musste die Versuche aber abbrechen.

Die Melker Feuerwehr forderte aus Sicherheitsgründen zwei Wehren aus Emmersdorf und Spielberg an.

Die Passagiere wurden indes in den vorderen Teil des Schiffes evakuiert, da sich der Maschinenraum im Heck befindet. "Es war gerade eine Party mit lustigen Kostümen am Schiff", erzählt Reiter. Die lustige Stimmung habe unterbrochen werden müssen. Danach wären die Leute aufgeregt, aber ruhig gewesen sein. "Es gab keine Panik."

Schwieriger Einsatz

"Bei einem Schiffsbrand gibt es andere Voraussetzungen als beim Löschen an Land", erklärt Reiter, warum es durchaus ein herausfordernder Einsatz für die Feuerwehrleute war. Auf einem Schiff sei es eng, man müsse aufpassen, dass man nicht ausrutsche und schlimmstenfalls ins Wasser falle - dabei trage man die ganze Zeit die Atemschutzausrüstung.

Als sich die Einsatzkräfte unter Atemschutz und mit Kleinlöschgeräten in den Maschinenraum vorgearbeitet hatten, war der Brand bereits von selbst ausgegangen. Es habe sich um einen Schmorbrand von Kabeln gehandelt. "Da war dann großes Glück dabei", meint Reiter.

Weitere Maßnahmen wurden in Absprache mit dem Kapitän des Schiffes durch das Bordpersonal übernommen. Durch eine Polizeistreife wurden Ermittlungen aufgenommen.