Chronik | Niederösterreich
13.04.2018

Einbruchsdelikte im Weinviertel werden häufiger

Das Trio verübte etliche Wohnungseinbrüche (Symbolbild). © Bild: Kurier/schaffer hans peter

Die beiden Bezirke Hollabrunn und Korneuburg zeigen im Gegensatz zum NÖ-Trend eine Steigerung.

Zwei Einbrüche binnen weniger Minuten. So passiert am vergangenen Wochenende in Breitenwaida, Bezirk Hollabrunn. Während die Polizei den einen Tatort untersuchte, wurde nur wenige Straßen weiter ebenfalls eingebrochen; die Täter sollen dieselben sein. „Die Zeugen berichten von männlichen Tätern im Alter zwischen 14 und 17 Jahren“, erklärt Otto Schwingenschlögl, Kommandant der Bezirkspolizei in Hollabrunn.

Die Zahlen für die vier Bezirke im Vergleich zu Niederösterreich © Bild: Grafik

Dieser Vorfall unterstreicht auch die Zahlen aus der Kriminalstatistik 2017. Während in Niederösterreich die Einbruchsdelikte zurückgingen, gab es in den Bezirken Hollabrunn und Korneuburg eine Steigerung. „Das liegt wohl auch daran, dass die teilweise organisierten Banden ihre Gebiete wechseln“, meint der Kommandant.

Nach dem Einbruch in Breitenwaida meldete sich dazu auch ein KURIER-Leser. Er erzählte von einer Beobachtung, die er schon öfters machte: „Die Leute sehen fremde Personen oder Autos die ihnen komisch vorkommen, melden das aber nicht. Immer erst wenn etwas passiert, hat jeder irgendetwas gesehen.“

Angst vor Strafe

Dieses Phänomen kennt auch Schwingenschlögl. In letzter Zeit kommen ihm und seinen Kollegen vermehrt Gerüchte unter: „Die Leute glauben, dass sie Probleme bekommen, wenn sie die Polizei verständigen, nachdem sie etwas Verdächtiges beobachtet haben und sich der Hinweis als falsch herausstellt.“ Sogar die Angst vor einer Strafe sei groß, meint der Kommandant. Darum appelliert der Hollabrunner auch an die Bevölkerung: „Besser einmal zu oft, als einmal zu wenig anrufen. Dafür wird niemand bestraft.“