Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Ein kulinarisches Gesamtkunstwerk

Joachim Gradwohl serviert im großen Julius Meinl Kochbuch feinste Haubenküche für Genießer. Rezepttipps gibt's zum Nachkochen.

Seitenweise Gourmet-Küche
Haubenküche aus dem Feinkost-Tempel
Ein „sinnliches Plädoyer für bewusstes Genießen“

Die wohl renommierteste Adresse in Sachen Genuss, Julius Meinl am Wiener Graben, kann seit Kurzem mit einem neuen, exklusiven Genuss-Produkt aufwarten. In diesem Fall handelt es sich aber um nichts Essbares, zumindest nicht im unmittelbaren Sinn, sondern um das Große Julius Meinl Kochbuch. Der Name bürgt für Qualität – seit mehr als140 Jahren gibt es unter der Marke Meinl erlesenste Feinkost vom Kaffee aus eigener Röstung bis zur Auster. Aber auch alltägliche Nahrungsmittel sind bei Meinl am Graben etwas ganz Besonderes und stehen den luxuriösen hinsichtlich ihrer Qualität um nichts nach.

"Genusskultur als weltumspannendes Thema"

Was einst als Handlung für Kolonialwaren begann etablierte sich bald zur ersten Adresse in Sachen Genuss. Nicht nur das Warensortiment, auch die Art und Weise wie Meinl mit seinen Kunden umging begeisterte die Kundschaft. Auch heute noch werden Höflichkeit und Service bei Meinl am Graben groß geschrieben und schaffen so ein ganz besonderes Einkaufs- bzw. Genuss-Erlebnis. Bei jedem Besuch eröffnen sich neue köstliche Perspektiven auf das was manche die schönste Nebensache der Welt nennen – das Essen. Tausende Produkte von exotisch bis bodenständig stapeln sich dort zu kunstvollen Arrangements und lassen das Herz jedes Genussmenschen höher schlagen. Schließlich bekommt man bei Meinl Produkte, die man nirgendwo sonst erstehen könnte. Und ein Hauch Nostalgie schwingt auch immer mit - durch die kandierten Veilchen oder andere Spezialitäten, die uns an Großmutters Zeiten erinnern.

Gut Ding braucht Weile und weniger ist oft mehr

Das letzte Meinl Kochbuch erschien vor rund 80 Jahren. Höchste Zeit ein neues herauszugeben, dachten sich Spitzenkoch Joachim Gradwohl, Meinl Geschäftsführer Udo Kaubek und der Christian Brandstätter Verlag. Da das antiquierte Kochbuch nicht mehr dem modernen Zeitgeist entsprach wurde eine Neuauflage beschlossen.

Joachim Gradwohl – Koch des Jahres 2007, ausgezeichnet mit 5 Sternen und 3 Hauben – hält seit 2003 das Küchenzepter Im Restaurant des Hauses in Händen. Mit viel Feingefühl und Kreativität schafft er den Brückenschlag zwischen Tradition und Innovation. Mit weltoffenem Blick verliert Gradwohl so die kulinarischen Wurzeln des Hauses nie aus den Augen In der Küche des Spitzenkochs wird man keinen überflüssigen Schnickschnack, keinen Firlefanz finden. Es geht ihm vielmehr um die Reduktion auf das Wesentliche. Die Küche profitiert nicht zuletzt von der „Symbiose“ mit dem Feinkost-Geschäft. So können frischeste Zutaten bester Qualität gewährleistet und dann den Gast weitergegeben werden. Gradwohls Küche ist zwar luxuriös, überhöht diesen Luxus aber nicht künstlich sondern setzt ihn dezent fast zurückhaltend ein.

Gourmet-Tradition auf Papier gebannt.

Das große Julius Meinl Kochbuch glänzt nicht nur durch die tollen Rezepte von Joachim Gradwohl, die von Food-Fotografen Herbert Lehmann brillant in Szene gesetzt wurden sondern auch durch die vielen wertvollen Tipps. Zahlreiche Informationen zu Produkt- und Warenkunde sollten beim Leser ein Gespür für gute Produkte und ein gewisses Qualitätsbewusstsein prägen. Denn letztlich entscheidet die Wahl der Produkte über den Küchenerfolg.

Ein Einblick in Meinls Gourmet-Welt

Um Ihnen einen Vorgeschmack auf das große Julius Meinl KOchbuch zu geben gibt es drei Rezepte zum Nachkochen.

Zum Auftakt gibt es Meinls berühmtes Beef Tatar. Das beste FLesich wird mit Joachim Gradwohls Geheimrezept zu einem einmaligen Hochgenuss.

Die Hauptspeise steht unter dem Motto "Traditionelles nobel interpretiert" - es erwartet Sie ein zarter Tafelspitz mit Krautfleckerln und Perigordtrüffel.

Abgerundet wird das Menü von einem feien Dessert. Das Törtchen von zweierlei Nougat mit Rosenblütenmarillen lässt jeden Feinschmecker dahinschmelzen.