DNA-Labor für Spitäler und Polizei

2012 - Die Landeskliniken-Holding investiert in ein Institut, dass bald in Mödling den Betrieb aufnimmt.

Die langen Postwege gehören bald der Geschichte an. Die niederösterreichische Landeskliniken-Holding betreibt ab dem kommenden Jahr ein eigenes DNA-Labor. Obwohl die Einrichtung der Pathologie-Abteilung des St. Pöltner Krankenhauses angehört, wird das Labor ab dem kommenden Jahr in Mödling seinen Betrieb aufnehmen. Bereits bestehende Flächen bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), in der sich auch das Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen befindet, werden entsprechend adaptiert.

Gesundheits-Landesrat Wolfgang Sobotka bestätigt auf Anfrage des KURIER die bis dato gut gehüteten Pläne. Das molekularbiologische Untersuchungslabor dient in erster Linie den nö. Krankenanstalten für ihre hauseigenen Untersuchungen. Darüber hinaus sollen aber auch gerichtsmedizinische Aufträge erfüllt werden und beispielsweise dem nö. Landeskriminalamt bei der Spurensuche geholfen werden.

Kurze Wege

Die Einrichtung bedeutet jedenfalls eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zum bisherigen System. "Wir haben in unseren Kliniken beispielsweise Vergewaltigungs-, oder Missbrauchsopfer, wo es darum geht rasch und effektiv DNA-Spuren analysieren zu können. Diese mussten bisher nach Innsbruck oder in andere externe Labors geschickt werden, was einen erheblichen Zeitaufwand mit sich brachte. In Zukunft werden wir diese Tests selbst und wesentlich rascher durchführen können", erklärt Sobotka. Auch gerichtsmedizinische Aufträge seitens der Polizei werden vom Labor entgegen genommen und ausgewertet.

Die Einrichtung soll zumindest bis 2018 in Mödling bleiben. Danach ist eine Übersiedelung in das Landesklinikum St. Pölten geplant. Bis dahin muss auf der Pathologie ein
entsprechender Umbau erfolgen.

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