Schutzengel-Initiator Erwin Pröll, KURIER-Chefredakteur Helmut Brandstätter und Verkehrsexperte Robert Menzl vom ÖAMTC setzen sich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg ein.

© /Philipp Monihart

Schulstart
09/18/2014

Der Schutzengel fliegt wieder

Mit der Aktion Schutzengel setzt man in Niederösterreich wieder auf die Aufmerksamkeit der Autolenker.

Die Unfälle im Straßenverkehr steigen stetig an. Ein Grund mehr, warum die bereits zum 15. Mal stattfindende Aktion Schutzengel des Landes Niederösterreich in Kooperation mit dem Kurier das wichtigste Gut unserer Gesellschaft schützen soll: Unsere Kinder.

In den Ferienmonaten hat das Land NÖ zum Schutz der vielen Kindergarten- und Schulkinder wieder viel Geld aufgewendet, um mögliche Gefahrenstellen zu beseitigen. "In den letzten beiden Monaten wurden rund 200.000 Euro in die Hand genommen und zahlreiche Schutzwege bei Kindergärten und Schulen neu eingefärbt und sichtbar gemacht. Das ist aber nur eine Maßnahme von vielen, die zu einem verbesserten Schutz unserer Kinder im Straßenverkehr beitragen soll", appelliert Landeshauptmann Erwin Pröll zugleich auch an die Vernunft jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers.

Eine erhöhte Aufmerksamkeit zu Schulbeginn wird auch notwendig sein, wenn man bedenkt, dass in Niederösterreich wieder rund 55.000 Kindergartenkinder und 65.000 Volksschüler auf den Schulwegen unterwegs sein werden. Aus diesem Grund hat sich auch die diesjährige Patin der Aktion und erfolgreiche Skirennläuferin Kathrin Zettel in den Dienst der guten Sache gestellt: "Bewegung ist wichtig für einen klaren Kopf und den brauchen vor allem unsere Schulkinder. Und dass unsere Kleinsten immer sicher am Schulweg unterwegs sind, liegt an allen Verkehrsteilnehmern. Besonders bei Schulen und Kindergärten heißt es: Langsam fahren und die Augen offen halten."

Um den Autofahrern eine wichtige Hilfestellung zu geben, organisierte das Land NÖ im Rahmen der Aktion Schutzengel gemeinsam mit dem ÖAMTC Tempomessgeräte, die an neuralgischen Punkten rund um Schulen, Kindergärten, Ortseinfahrten, Schulwegen und rund um Wohnsiedlungen aufgestellt werden.

"Im Rahmen der Aktion kümmert sich der ÖAMTC vor allem um die Wartung und Logistik der Tempomessgeräte. Nachdem diese von der Gemeinde beim Land reserviert wurden, stellt der Club am nächstgelegenen Stützpunkt das Messgerät zur Abholung bereit", erklärt Robert Menzl, Direktor des ÖAMTC-Mitgliederservice für Wien, Niederösterreich und das Burgenland.

Die Messgeräte sollen den Autofahrern aber nicht nur darauf hinweisen, auf seine Geschwindigkeit zu achten. "Sie helfen auch dabei, die Fahrer daran zu erinnern, dass in unmittelbarer Nähe zu den Messgeräten Kinder unterwegs sind", erklärt Menzl den Sinn hinter den Geräten. "Das erklärte Ziel ist, dass die Verkehrssicherheit steigt und Kinder im Straßenverkehr geschützt werden", so der ÖAMTC-Direktor, der auch einen Appell an die Autofahrer richtet: "Alle Fahrzeuglenker sollten auf Strecken, wo mit Kindern zu rechnen ist, eine angemessene Geschwindigkeit wählen und aufmerksam sein. Gleichzeitig raten wir allen Eltern mit den Kindern den Schulweg zu üben."

Die KURIER-Leser sind nun gefragt: Denn Sie können mitbestimmen, wo ein Tempomessgerät aufgestellt werden soll. Besondere Gefahrenstellen vor Schulen und Kindergärten oder auf Schutzwegen können mittels Kupon (siehe unten) an die Redaktion oder per eMail an schutzengel@kurier.at gesendet werden.