© Melanie Baumgartner

Niederösterreich
09/22/2019

Der Geburtsort der Jungschar

Burg Wildegg: Im Innenhof der Renaissanceburg befindet sich ihr derzeit größtes Geheimnis

Auf einem roten Marmorfelsen erbaut wacht sie über den Wienerwald: die Burg Wildegg. Versteckt liegt sie umringt von Bäumen oberhalb von Sittendorf bei Wien. „Wann die Burg erbaut wurde, kann man nicht sagen. Sicher ist, dass sie 1188 erstmals erwähnt wurde“, erzählt Marcel Kneuer, ehrenamtlicher Vorsitzender der Burg Wildegg.

Die Burg befindet sich seit 1986 in Besitz der Erzdiözese Wien, aufgrund von Geldmangel war die Burg ein Geschenk des Stifts Heiligenkreuz an die Diözese. Seitdem wird die Burg von der katholischen Jungschar ehrenamtlich verwaltet. Doch die Geschichte der Jungschar auf der Burg Wildegg hat schon viel früher begonnen, nämlich 1947. In diesem Jahr gründete Willy Lussnigg nach einigen Jahren Vorarbeit die Jungschar in Wildegg.

Doch das ist nicht das Einzige, was die Burg so besonders macht. „Die Grundform der Renaissanceburg ist dreieckig. Das Besondere daran ist, dass dies nördlich der Alpen einzigartig war. Sie war die erste dreieckige Renaissanceburg nördlich der Alpen“, erklärt Kneuer. Die Burg birgt aber auch ein großes Geheimnis. „Im Innenhof der Burg gibt es einen Schacht. Wir wissen allerdings nicht , wie tief er ist und wo er hinführt.“

Burg für Jugend

Als eine Burg für die Jugend beschreibt der Vorsitzende der Ehrenamtlichen Wildegg. „Wir sind eine Kinder- und Jugendburg. Die Burg Wildegg ist die einzige Burg, die von der katholischen Jugend betreut wird. Außerdem besteht unsere Zielgruppe überwiegend aus Jugendlichen. Schulklassen, Firmgruppen aber auch Jungschargruppen können die Burg für Lager oder Seminare mieten.“

Kneuer selbst, der seit 25 Jahren ehrenamtlicher Vorsitzender der Burg Wildegg ist, hat einen besonderen Bezug zu den historischen Gemäuern. „Seit vielen Jahren schon verbringe ich mit meiner Familie jeden Sommer hier auf der Burg. Hier auf Wildegg, konkret am Dachboden des Stadls, haben meine Frau und ich geheiratet. Deswegen ist der Stadl auch mein Lieblingsplatz.“ Der interessanteste Raum ist laut Kneuer der Rittersaal. Er ist der größte Raum und das „Herz“ der Burg, in dem alle zusammenkommen.

Um solch eine Burg erhalten zu können, bedarf es jedoch auch regelmäßiger Renovierungsarbeiten. „Wir führen jedes Jahr in den Semester- sowie in den Sommerferien kleinere Arbeiten durch. Da streichen wir Wände neu und renovieren Räume. Für größere Arbeiten haben wir nicht die nötigen Kenntnisse, die lassen wir dann machen. Heuer haben wir beispielsweise einen neuen Boden bekommen, den haben Profis verlegt“, erklärt Kneuer.

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