Die Stadt Mödling soll "subjektiv sicherer" werden.

© Katharina Zach

Chronik Niederösterreich
08/07/2019

Citystreife soll Sicherheitsgefühl der Mödlinger erhöhen

Trotz erfreulicher Kriminalstatistik, führt die Stadt einen Securitydienst ein. Der soll auch in Parks für Ordnung sorgen.

von Katharina Zach, Kevin Kada

Um 5.000 Euro pro Monat leistet sich die Stadtgemeinde Mödling im Juli, im August und in Teilen des Septembers eine Citystreife. Die Sicherheitsmitarbeiter der Firma Securitas sollen das subjektive Sicherheitsempfinden erhöhen, erklärt Bürgermeister Hans Stefan Hintner: „Wenn wir mit dieser Aktion den Bürgern zumindest ein bisschen mehr Sicherheit vermitteln können, dann hat das für uns absolut einen Sinn.“

Denn auch der Bürgermeister weiß, dass die Kriminalstatistik für den Bezirk Mödling Jahr für Jahr sinkende Zahlen zeigt. Laut Bezirkspolizeikommando gab es im Vergleich von 2017 zu 2018 um 20 Prozent weniger Wohnungseinbrüche. Warum man in Zeiten von sinkender Kriminalität dennoch diese Citystreife wieder einführt, erklärt der Stadtchef eben mit dem „subjektiven Sicherheitsempfinden“ der Bevölkerung.

Dabei ist diese Citystreife keine Erfindung von Hintner. Bereits vor rund zehn Jahren gab es diese Security-Mitarbeiter. Dies kommt aus der Zeit, als Mödling noch an der Spitze der Statistik in Sachen Dämmerungseinbrüche war.

Aufgaben

Während die Polizei vor allem beim Bahnhof von einem Kriminalitäts-Hotspot spricht, sollen die unbewaffneten Securities in einem Auto mit je zwei Mitarbeitern aber die ganze Stadt abdecken. Auf den Bahnhof wird da nicht im Speziellen geachtet, wie Hintner erklärt: „Durch die Schutzzone hat die Polizei dort sowieso weitläufigere Befugnisse.“

Die eigentliche Aufgabe der Securities – neben dem Stärken des Sicherheitsgefühls – ist laut Bürgermeister, verstärkt in den Parks auf Ordnung zu achten. „Denn dort hinterlassen Jugendliche nach ihren Partys oft einen regelrechten Saustall. Und zwar dort, wo am nächsten Tag ein Kind spielen will.“