Vier Menschen wurden schwer verletzt.

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Grimmenstein
06/21/2016

Busunfall auf der A2 in NÖ: 40 Verletzte

Der Reisebus war nahezu voll besetzt. Zwei Notarzthubschrauber und Rettungsfahrzeuge im Einsatz.

Vier Schwer- und 36 Leichtverletzte hat ein Unfall mit einem Reisebus Dienstagmittag auf der Südautobahn (A2) im Bereich Grimmenstein/Seebenstein gefordert. Der Bus aus Slowenien war kurz nach 12.30 Uhr auf einen Lkw aufgefahren. Drei Fahrgäste, die in der ersten Reihe des 56 Sitzplätze zählenden Busses saßen, wurden bei dem Crash eingeklemmt. Der Lenker wurde durch den Aufprall aus dem Fahrzeug geschleudert und ebenfalls schwer verletzt.

Ersten Informationen zufolge dürften etwas mehr als 40 Menschen im Alter von 40 bis 50 Jahren an Bord des Busses gewesen sein. Der Unfall ereignete sich laut NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger im Staubereich nach einem vorangegangenen Unfall. Lediglich drei Insassen überstanden den Crash unverletzt. Sie mussten vom Kriseninterventionsteam betreut werden. Zuvor hatte das Rote Kreuz noch vier Schwer- und 25 Leichtverletzte gemeldet.
Aufgrund der zahlreichen Verwundeten wurde Großalarm gegeben. Das Rote Kreuz rückte mit einem Notarztwagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeugen und 14 weiteren Rettungswagen sowie Kommandofahrzeugen an. Zudem eilten Polizei und Feuerwehr an den Unfallort. Auch die Notarzthubschrauber "Christophorus 3" und "Christophorus 16" standen im Einsatz.
Eine Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus Wiener Neustadt, ein weiterer Patient ins UKH Meidling gefolgen.

Die Autobahn war in Fahrtrichtung Wien im Unfallbereich komplett gesperrt. Der Asfinag zufolge bildete sich ein fünf Kilometer langer Stau.

Steirischer Polizist als Ersthelfer

Ein Polizist ist am Dienstag unmittelbarer Augenzeuge des Busunfalls geworden. Der Beamte aus der Steiermark, der privat unterwegs war, betätigte sich sofort als Ersthelfer. Vorbildlich reagiert haben nach seinen Worten zwei Bundesheer-Angehörige, die sich in der Folge um ausgestiegene Passagiere kümmerten und diese in sichere Entfernung brachten.

Major Martin Peinsold hatte sich, wie er auf Anfrage schilderte, auf der Fahrspur neben dem aufgrund einer Stauung fast oder bereits ganz stehen gebliebenen Sattelschlepper befunden und die Warnblinkanlage seines Wagens eingeschaltet, als er im Rückspiegel den sich nähernden slowenischen Reisebus sah. "Ich dachte noch, das geht sich nicht mehr aus", als es auch schon krachte.

Er stieg sofort aus, gab sich als Polizist zu erkennen und ersuchte die vor ihm haltende Lenkerin, telefonisch Alarm zu schlagen, um sich unverzüglich selbst zum Unfallfahrzeug begeben zu können. Nach seinen Angaben war der Bei- und nicht der Busfahrer durch die Scheibe aus dem Bus geschleudert worden. Der Beamte brachte den kaum ansprechbaren Schwerverletzten in stabile Seitenlage, dann verschaffte er sich einen Überblick über die Situation im Inneren des Busses. Eine Frau sei eingeklemmt gewesen, eine andere habe hysterisch auf den Crash reagiert. Er fand eine Dame, die übersetzen und seine Anweisungen an die Reisenden weitergeben konnte, verwies der Polizist auf die Verständigungsschwierigkeiten.

Ein Toter und zwei Verletzte bei weiterem Unfall

Zuvor hatte ein Verkehrsunfall mit drei Pkw in Krumbach (Bezirk Wiener Neustadt) am Dienstag einen Toten und zwei Verletzte gefordert. Für einen 85-Jährigen am Steuer eines Autos kam jede Hilfe zu spät. Eine 23-Jährige Lenkerin wurde schwer, ein 50-Jähriger unbestimmten Grades verletzt, berichtete die Landespolizeidirektion NÖ.

Der betagte Lenker aus dem steirischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag kam aus vorerst unbekannter Ursache auf die linke Spur, streifte den entgegenkommenden Wagen eines 50-Jährigen und prallte frontal gegen das Auto der 23-Jährigen auf der Gegenfahrbahn. Die Frau aus dem Bezirk Wiener Neustadt wurde mit schweren Verletzungen vom Hubschrauber "Christophorus 16" in das Landesklinikum Wiener Neustadt geflogen. Der 50-Jährige aus dem Bezirk Oberpullendorf wurde ebenfalls verletzt und in das Landesklinikum Neunkirchen transportiert.

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