Brand im Wiener Neustädter Dom

Brand im Dom von Wiener Neustadt
Foto: apa 22 Löschfahrzeuge waren ausgerückt.

Das Feuer brach in einem Seitenschiff aus und konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden, verletzt wurde niemand.

Ein Brand im Dom zu Wiener Neustadt ist am Dienstagabend rasch unter Kontrolle gebracht worden. Laut Feuerwehr war der Dachstuhl im nördlichen Bereich eines Seitenschiffs betroffen. Die Flammen hätten aber nicht durchgeschlagen. Die Löschkräfte seien rasch zur Stelle gewesen. 70 Mann, u.a. acht Atemschutztrupps, standen mit 22 Fahrzeugen im Einsatz.

Aus einem Seitenschiff des Doms war massiver Rauch aufgestiegen, hatten Augenzeugen berichtet. Sofort rückten die FF Wiener Neustadt, Felixdorf, Neunkirchen und Mödling mit Drehleitern und Hubrettungsgeräten aus. Bei der Zufahrt der Helfer sei der Dom in Rauch gehüllt, das Innere des Gotteshauses ebenfalls bereits völlig verraucht gewesen. Der Einsatz ging in der Folge von außen und per Innenangriff unter Atemschutz über die Bühne.

Im Verlauf des Einsatzes wurde das Dach des Doms teilweise abgedeckt, um eventuelle Glutnester besser bekämpfen zu können.

Etwa 100 Mann mehrerer Feuerwehren waren am Dienstagabend vier Stunden lang mit den Löscharbeiten beschäftigt. Der entstandene Schaden dürfte enorm sein, hieß es seitens des Bezirkskommandos. Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes wurden von Beamten des Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes aufgenommen. Der Brand war am Dienstag kurz nach 18.00 Uhr an der nordwestlichen Seite des Domes in einer Seitenkapelle, der ehemaligen Taufkapelle, ausgebrochen. "Wir konnten den Brand anfänglich kaum lokalisieren", berichtete ein Helfer laut Bezirkskommando. Der Rauch sei so dicht gewesen, dass bei der Anfahrt zur Einsatzstelle vorerst nicht klar gewesen sei, was nun genau brenne. Die Löscharbeiten waren schwierig, "weil die engen Stiegenaufgänge des romanischen Bauwerks das Zurechtfinden und Hantieren mit schwerem Gerät erschwerten". Die Einsatzkräfte hätten nicht nur die Flammen bekämpft, sondern auch unschätzbare Kunstobjekte aus dem Gefahrenbereich geborgen. Die Löschtrupps verhinderten mit ihrem raschen Einsatz vor allem ein Übergreifen der Flammen auf den Hauptteil des Doms.

Vorerst keine Gottesdienste

Im Dom werden vorerst keine Gottesdienste stattfinden. Die Messfeiern würden in die Vorstadtkirche St. Leopold verlegt, sagte Dompropst Monsignore Karl Pichelbauer. Auch ein Konzert am Freitagabend mit russischen Passionsgesängen müsse abgesagt werden. "Verbrannt ist nichts", so Pichelbauer. Aber die Rauchentwicklung sei sehr groß gewesen. Es gebe viel Schmutz und "es stinkt auch noch fürchterlich". Dazu kämen Wasserschäden. Die Feuerwehr habe durch ihren raschen Einsatz jedenfalls "verhindert, dass der gesamte Dachstuhl des Doms in Brand geriet".

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(apa / mn, dk, csm) Erstellt am
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