Chronik | Niederösterreich
07.12.2018

Bloggerin mit einer Vorliebe für das Mülltrennen

Angelika Büchler will mit ihrem Blog "Die Trennsetterin" vor allem eine jüngere Zielgruppe erreichen.

Im Internet findet man zahlreiche Blogs zu den Themen Essen, Musik oder Politik. Aber der Blog „Die Trennsetterin“ beschäftigt sich mit einem ganz speziellen Thema: Mülltrennung.

Hinter dem Blog steht Angelika Büchler. Die Hollabrunnerin ist zeitgleich auch Abfallberaterin beim Abfallverband in Hollabrunn. Aus dieser Tätigkeit heraus kam es auch zur Idee für den Blog: „Mit der Abfallwirtschaftszeitung oder Plakaten kann man zwar einige Leute erreichen, aber vor allem die jüngere Zielgruppe interessiert das meistens nicht. Aber nachdem das Thema Mülltrennung jeden betrifft, wollte ich es mit einem Medium versuchen, mit dem die Jugend etwas anfangen kann.“

Büchler bringt den Lesern in ihren Texten alltägliche Tipps zum Thema Mülltrennung näher. Doch auch das Vermeiden von unnötigen Abfällen ist ein großer Schwerpunkt. Die Expertise der Bloggerin resultiert aus jahrelanger Erfahrung im Bereich der Mülltrennung: „Ich arbeite seit 1991 beim Abfallverband. Ich startete als Chemikerin in der Abfallannahme. Dementsprechend arbeite ich schon mein ganzes Leben mit Müll.“

Neue Karten

Als Kommunikationsbeauftragte für den Hollabrunner Abfallverband ist es für Büchler besonders wichtig, das Thema Mülltrennung bis in die Schulen zu bringen. „Dafür arbeiten wir mit Schulen zusammen, die sich mit dem Thema Klima und Umwelt beschäftigen.“

Dass die Bevölkerung zu faul für die Mülltrennung ist, glaubt die „Trennsetterin“ übrigens nicht. Bequemlichkeit sei zwar sicher ein Faktor, allerdings meint Büchler: „Viele Leute beschäftigen sich einfach nicht aktiv mit dem Thema und glauben dann auch an Ammenmärchen. Wie zum Beispiel, dass die verschiedenen Müllarten sowieso zusammenkommen. Das stimmt aber nicht.“

Um den Service für die Bevölkerung zu verbessern, startet der Hollabrunner Abfallverband in dieser Woche mit der Ausgabe neuer Berechtigungskarten für die Abfallsammelzentren. „In Zukunft wird es vier Sammelstellen geben, die von jedem im Bezirk genutzt werden können. So ist man nicht mehr an die örtlichen Öffnungszeiten gebunden.“