Betrunkener Sanitäter soll Zivildiener gewürgt haben

Ein Zivildiener in einem Rettungswagen mit dem entsprechenden Ärmelabzeichen.
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Der Vorwurf wiegt schwer: Ein Sanitäter einer Samariterbund-Dienststelle in NÖ soll im Dezember einen Zivildiener gewürgt haben. Zu dem Zwischenfall soll es laut NÖN gekommen sein, nachdem der Zivildiener den Sanitäter mit dem Rettungsauto abholte, weil dieser betrunken gewesen sein soll.
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung. Michaela Obenaus, Sprecherin der Staatsanwaltschaft: „Die Polizei wurde jetzt mit den Ermittlungen beauftragt.“ Diese sind bis dato aber ohne Ergebnis. Der Sanitäter wurde noch nicht befragt. Gegenüber dem KURIER erklärte er: „Es hat ganz sicher keinen derartigen Vorfall gegeben. Zumindest wäre mir keiner erinnerlich.“ Von der Anzeige habe er erst aus der Zeitung erfahren.
Die zuständige Zivildienstbehörde beim Land NÖ hat der Dienststelle die Auszeichnung als Zivildiensteinrichtung aberkannt. Sämtliche Zivildiener sind versetzt worden. Der Sanitäter wurde nicht suspendiert – laut der Obfrau der Samariterbund-Dienststelle gebe es dazu keine Veranlassung. Sie vermutet eine Intrige hinter den Anschuldigungen.

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