GÖD-Reihenhäuser, Baumängel, Betroffener Christoph Zwieb

© Stefan Straka

Stockerau
08/03/2013

„Beim Bau wurde gepatzt“

Mängel machen Mietern von Genossenschaftshäusern das Leben zur Qual

von Stefan Straka

Wasserflecken an den Decken, Schimmel, schiefe Eingangstüren, Mängel bei den Fenstern usw . Das ist nur ein kurzer Auszug aus einer Reihe von Mängel, denen Mieter seit dem Bezug von neu errichteten Genossenschafts-Reihenhäusern in Stockerau die Wohn- und Lebensqualität verleidet. Sogar auf einer eigenen „facebook“-Seite machten sich die Geschädigten ordentlich Luft. Jetzt kündigt der Vermieter, die Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft öffentlichen Dienstes (GÖD) eine umfassende Sanierung an.

Die Prinz Eugen Straße knapp unterhalb der Marienhöhe ist eine mondäne Wohngegend. Das war auch eine Mitentscheidung für die künftigen Mieter der schmucken Reihenhäuser. Doch kaum waren die Häuser bezogen, begannen auch schon die Probleme mit eindringender Nässe und Feuchte. Fast in jedem Haus waren Handwerker mit dem Ausbessern von Schäden beschäftigt. Doch die Ursachen wurden nicht behoben. „Wir haben mehrmals bei der Genossenschaft urgiert. Aber es wird immer nur versprochen und nichts gemacht“, sagt ein Mieter.

Der Bau der Reihenhaus-Anlage stand von Anfang an unter keinen guten Sternen. Nachdem die Baufirma in Konkurs ging, standen die Häuser teilweise offen und ohne Dächern da. „Die Firma, die übernommen hat, hat dann gleich die Fassaden gedämmt. Da konnte nichts austrocknen“, kritisiert ein Mieter. Deshalb sei er noch vor der Fertigstellung vom Vertrag zurückgetreten und erst später wieder eingestiegen. „Die anderen sind schlimmer dran.“ Schließlich erlitt auch die zweite Baufirma Schiffbruch, eine neue Firma vollendete die Reihenhäuser schließlich. „Die Wohnqualität leidet seit Anfang an. Jeder hat etwas zu jammern“, sagt Fotodesigner Leighton Woodward.

Sanierung

„Da wurde definitiv beim Bau gepatzt“, ist Christoph Zwieb überzeugt. Bei einem Meeting stellte die GÖD-Wohnbauvereinigung eine rasche Sanierung in Aussicht. „Es gibt Mängel und die werden von einem anderen Unternehmen als Ersatzvornahme abgearbeitet“, sagt Jörg Winter von der Wohnbauvereinigung. Der Start sei für „nächste Woche“ geplant.

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