Behinderter entkam den Flammen ohne Krücken

© BFKdo Tulln/R. Grössl

Behinderter entkam den Flammen ohne Krücken
09/20/2012

Behinderter entkam den Flammen ohne Krücken

In Tulbing brannte ein Bauernhof mit Dutzenden Tieren; fast eingestürzt wäre ein brennendes Haus in St. Andrä/Traisen.

Aus der Haustür loderten Flammen, der Besitzer ist ohne seine Krücken im Hof am Boden gesessen und hat laut um Hilfe geschrien.“ Nachbar Harald Doppler – er hat den Brand in Tulbing, Bezirk Tulln, als erster bemerkt und die Feuerwehr alarmiert – schildert dramatische Minuten in der Nacht auf Donnerstag.

Gegen ein Uhr Früh war in einem ehemaligen Bauernhof an der Hauptstraße des Orts Feuer ausgebrochen – wahrscheinlich wegen einer defekten Steckdose. Hausbesitzer Franz L., 62, ist gehbehindert. Er schleppte sich selbst aus seinem brennenden Haus und zog sich dabei schwere Verbrennungen am Rücken zu. Der Pensionist wird im LKH St. Pölten behandelt.

Die Löscharbeiten wurden von zahlreichen Tieren erschwert, die vom Feuer traumatisiert im engen Hof des Anwesens herumirrten. Franz L. hielt am Areal des ehemaligen Bauernhofs zehn Katzen, rund 20 Ziegen sowie einige Schweine und Ferkel; einige Tiere lebten in einem leeren Raum des Hauses; die Schweine sind in einem Schuppen untergebracht.

„Er liebt die Tiere, das ist seine Welt und sein Leben“, sagt ein Nachbar. Die kleine Menagerie wurden laut Amtstierarzt Christoph Hofer-Kasztler sachgemäß gehalten. Jetzt werden die Tiere vorübergehend von Nachbarn versorgt.

Der Wohnbereich des Hauses wurde durch die Flammen verwüstet; das Gebäude selbst konnte von rund 40 Feuerwehrleuten gerettet werden.

Einsturzgefährdet

Ähnlich dramatische Szenen spielten sich Donnerstagfrüh in St. Andrä an der Traisen im Bezirk St. Pölten ab. Auch hier stand ein Wohnhaus in Flammen, der Dachstuhl drohte einzustürzen.

Ein aufmerksamer Spaziergänger entdeckte gegen neun Uhr den Brand und alarmierte sofort die Feuerwehr. Die 70-jährige Eigentümerin, die sich im Keller des Hauses aufhielt, hatte bis dahin noch nichts davon bemerkt. Durch Klopfen machte der mutige Helfer sie auf das Feuer aufmerksam, die Frau konnte sich unverletzt aus dem Haus retten.

Für die 45 Feuerwehrmänner der neun ausgerückten Feuerwehren begann dann allerdings die Schwerstarbeit. Sie konnten zunächst nur von außen mit dem Löscheinsatz beginnen, da die Flammen schon auf den Dachstuhl übergegangen waren und dieser einzustürzen drohte. Erst nach zwei Stunden war das Feuer bis auf vereinzelte Glutnester gelöscht.

Das Einfamilienhaus des pensionierten Ehepaares ist nun allerdings völlig desolat, der Schaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch ungeklärt, es wird jedoch vermutet, dass das Feuer im stark beschädigten Wintergarten ausgebrochen ist.

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