Chronik | Niederösterreich
17.11.2018

Bankomat in NÖ gesprengt, aber Täter gingen leer aus

Bargeld bei der Sprengung zerstört. Zeuge sah Vermummte flüchten und ging wieder schlafen.

Der Plan eines Trios, einen Bankomaten um das darin verstaute Geld zu erleichtern, ist in der Nacht auf Samstag in Mannswörth (Bezirk Bruck an der Leitha) gescheitert. Die Täter dürften laut Polizei beim Coup vermutlich ein Gasgemisch eingeleitet haben. Dabei kam es zur Explosion, die das Bargeld unbrauchbar machte. Die Verdächtigen ergriffen die Flucht.

Der Automat hatte sich mit der Rückseite an der Außenwand eines Supermarkts befunden. Vom Foyer des Geschäfts aus gingen die Täter gegen 3.30 Uhr ans Werk. Ihre Hoffnung auf Bares wurde jedoch durch die Sprengung, bei der der Bankomat erheblich beschädigt wurde, zerstört. Zwar blieb der Behälter, in dem das Geld aufbewahrt wurde, verschlossen. Doch "der Inhalt wurde durch Hitze und Rauch unbrauchbar gemacht", sagte Walter Schwarzenecker von der Landespolizeidirektion Niederösterreich auf APA-Anfrage.

Zeuge ging wieder schlafen

Das Glück war in dem Fall aber auch nicht auf der Seite der Polizei. Denn zunächst bemerkte zwar ein Zeuge, der etwas hörte und aus dem Fenster sah, die Flüchtenden. "Er hat drei Personen gesehen, die vermutlich vermummt gewesen sind und Richtung Zentrum Mannswörth davongelaufen sind", schilderte Schwarzenecker. Doch der Mann habe seiner Beobachtung nicht wirklich Bedeutung beigemessen und sich wieder schlafen gelegt.

Erst eine Frau, die eine Stunde nach der Explosion den beschädigten und qualmenden Bankomat bemerkte, meldete den Vorfall der Polizei, worauf die Fahndung eingeleitet wurde. Die Feuerwehr rückte aus, um den in Brand geratenen Bankomat zu löschen.

Anderer Vorfall

Von den vermutlich drei Tätern gebe es nur die vage Beschreibung, dass sie vermummt und dunkel gekleidet waren. Erst der Nacht auf Donnerstag hatten auch in Weikendorf (Bezirk Gänserndorf) maskierte Unbekannte versucht, einen Bankomaten aus der Verankerung zu reißen.

Derzeit gebe es keine Hinweise, dass es sich hier um dieselben Täter gehandelt haben könnte, meinte Schwarzenecker. Zu verschieden seien die Vorgangsweisen - einmal wurden Gurte verwendet, diesmal vermutlich ein Gasgemisch benützt.

In Weikendorf waren die Täter nach ein paar Minuten mit einem Auto geflüchtet. Sachdienliche Hinweise zur Tat in Mannswörth werden von der Polizei an das Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133-30-3048 oder 059133-30-3333 erbeten.