Bambi vs. Brunello

Weil Rehe in der Toskana große Schäden an den Rebstöcken anrichten, sollte es ihnen nun an den Kragen gehen.

In der Gegend rund um Siena befindet sich ein Großteil der Winzer am Rande der Verzweiflung. Grund dafür ist aber keine schlechte Klimaprognose und auch die Reblaus kann nichts für die schlechte Stimmung. Schuld an der Wut der Weinbauern tragen einzig und allein Rehe. Die sonst so friedlichen Waldbewohner zerstören nämlich die wertvollen Rebstöcke in den Weinbergen von Chianti, Brunello und Vino Nobile in den renommierten Weingebieten um Siena, Montalcino und
Montepulciano. Die erzürnten Winzern sehen sich bzw. ihre edlen Rebstöcke bedroht und fordern den Abschuss der Tiere bzw. eine Sonderermächtigung zum Erlegen der Rehe von den ortsansässigen Behörden.

Drastische Maßnahmen seien notwendig, um die Zahl der Rehe zur reduzieren. Die Schäden, die sie den Weinbergen der renommierten Rebsorten anrichten seien riesig, so die Winzer. Laut den lokalen Behörden wurden zwischen 2008 und 2009 im Raum um Siena bereits mehr als 5.600 Rehe abgeschossen. Nicht genug, finden die Weinbauern und ziehen damit den Zorn und Protest von Tierschützern auf sich.

Erstellt am 05.12.2011