© REUTERS/SERGIO MORAES

Chronik Niederösterreich
02/11/2020

Andreas Onea peilt die Teilnahme an den paralympischen Spielen an

Andreas Onea (27) aus Deutsch-Wagram ist nicht nur Sportler, sondern auch Botschafter.

von Kevin Kada

Seit einem Autounfall 1999 ist der heute 27-jährige Andreas Onea aus Deutsch-Wagram mit einer Beeinträchtigung konfrontiert. Ihm wurde nach dem Unfall im Alter von sechs Jahren der linke Arm an der Schulter amputiert. Bei seiner Rehabilitation im Weißen Hof in Klosterneuburg fand er die Liebe zum Schwimmsport.

„Dort habe ich das zuerst zu Therapiezwecken gemacht und dann hat es mir immer mehr Spaß gemacht. Und so bin ich dann dabei geblieben“, erzählt Onea. Was folgte, ist eine steile Karriere im Para-Schwimmsport.

2008 – mit 16 Jahren – war er zum ersten Mal bei den Paralympischen Spielen in Peking. Dort erreichte er auf Anhieb den sechsten Platz. Es folgten die Spiele in London 2012 (vierter Platz) und das Highlight seiner Karriere: die Bronze-Medaille bei den Spielen in Rio de Janeiro 2016.

„Das war ein unglaubliches Gefühl, da am Podest zu stehen. Aber es war jetzt nicht nur die Medaille, sondern vor allem das Zeichen – dass man trotz einer Behinderung etwas erreichen kann.“ Dieses Gefühl, ein Zeichen zu setzen und für andere Menschen ein Vorbild zu sein, wurde dann noch von einer weiteren Begegnung untermauert.

Vorbild

Bei den Weltmeisterschaften in London lernte Onea einen Schwimmer aus Malaysia kennen. Dem jungen Mann fehlte ebenfalls der linke Arm. „Nach meinem Vorlauf über 100-Meter-Brust kam der Malaysier zu mir und erzählt mir, dass er bei den Paralympischen Spielen 2008 zum ersten Mal ein Schwimmrennen gesehen hat. Und das war genau mein Lauf. Sein Vater zeigte auf mich und sagte ihm, dass ich erst 16 Jahre alt bin und dort schwimme und dass er das auch schaffen kann. Das war für mich ein wunderschönes Gefühl.“

Momentan fokussiert sich Onea auf die Europameisterschaft in Portugal im Mai sowie die Paralympics in Tokio. Bei beiden will er seine Medaillensammlung erweitern. Denn eine Gold-Medaille fehlt noch. „Ich arbeite hart daran und will mich noch weiter steigern.“

 

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