Altlasten im Wiener Tierschutzhaus stinken zum Himmel

Altlasten im Wiener Tierschutzhaus stinken zum Himmel
Vösendorf - Streit um offene Baugrube nach Auffordrung der nö. Landesregierung, diese zu schließen

Das Sprichwort "Wie man sich bettet, so liegt man", wird für das Wiener Tierschutzhaus zur bitteren Realität. Das für durchschnittlich 1500 Tiere verantwortliche Heim steht bekanntlich auf der verseuchten Altlast der früheren Vösendorfer Raffinerie. Und die giftige Brühe im Untergrund ist wieder einmal Anlass für gehörige Turbulenzen.

Im vergangenen Mai haben Mitarbeiter des Tierschutzvereins auf dem Parkplatz eine besorgniserregende Entdeckung gemacht. Damals hat sich plötzlich ein riesiges Loch aufgetan. Zum Vorschein gekommen sind die Überreste einer alten Tankstelle sowie eine stinkende Mineralöl-Brühe. Nach der Beseitigung des Giftmülls unter den Argusaugen der Gewässeraufsicht der Bezirkshauptmannschaft Mödling ist auf dem Parkplatz ein riesiges Erdloch zurückgeblieben und die Anrainer beklagen massiven Gestank aus der Tiefe. Besonders bei warmen Temperaturen sei die Geruchsbelästigung unerträglich, so die Beschwerde.

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Aus diesem Grund flatterte dem Tierschutzhaus vor wenigen Tagen ein Brief der nö. Landesregierung, Abteilung Wasser, ins Haus. Um weiteres Ungemach zu vermeiden, legt die Behörde dem Tierschutzverein nahe, die Baugrube rasch schließen zu lassen. Präsidentin Madeleine Petrovic fühlt sich jedoch nicht zuständig und von der Stadt Wien weiter im Stich gelassen. Die Gemeinde Wien ist Grundeigentümer und schweigt bis dato in der Angelegenheit. Vom Büro der zuständigen Stadträtin Ulli Sima gab es dazu keine Stellungnahme. Petrovic: "Wir haben einen Baurechtsvertrag mit der Stadt und können nicht die Schäden dieser Altlast ausmerzen. Wir brauchen jetzt schon 400.000 Euro im Jahr, um das Haus in Schuss zu halten." Petrovic drängt auf eine generelle Lösung, denn die Zustände auf der Altlast seien untragbar. Interventionen bei der Stadt hätten bis dato nicht gefruchtet.

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