Chronik | Niederösterreich
27.07.2018

Alexander Ipp: Hotelier aus Leidenschaft

Alexander Ipp ist Hotelier, Journalisten-Sohn und Vizepräsident des Österreichischen Hotelierverbandes

Mit dem Althof in Retz gehört dem 51-jährigen Alexander Ipp eines der bekanntesten Hotels im Weinviertel. Dabei war es für den aus Hardegg im Bezirk Hollabrunn stammenden Geschäftsmann anfangs gar nicht so klar, dass er einmal zu Niederösterreichs Top-Hoteliers gehören würde. „Meine Eltern waren beide Journalisten, daher war für mich in der Jugend vor allem das interessant“, erklärt der Sohn des ehemaligen APA-Sportchefs Reinhold Ipp.

Es war seine Mutter, die ihn mit 15 Jahren auf den Weg brachte: „Ich wusste nicht, was ich weiter machen will und meine Mutter hat mir dann geraten in die Hotelfachschule zu gehen.“ Die Hotelfachschule „Modul“ in Wien beendete Ipp 1985 mit gutem Erfolg. „Ab dann hab ich schon besser gewusst, in welche Richtung es gehen soll.“

Werdegang

Beruflich begann Ipp seine Karriere im Novotel Wien Airport, wo er schlussendlich Direktionsassistent war. Von 1994 bis 1997 war der Hardegger Hoteldirektor der deutschen Astron-Gruppe, zu der unter anderem die NH-Hotels gehören.

Im September 1997, also vor knapp über 20 Jahren, begann Ipp mit der Selbstständigkeit. Er pachtete den Althof in Retz und eröffnete seine ersten Hotels. Unter anderem die Hotelkette „arte“, die sich vor allem an künstlerischen Hotspots wie der Stadthalle in Wien orientiert. Seit 2006 ist der Hotelier auch Landesvorsitzender des Österreichischen Hotelierverbandes für Niederösterreich und Vizepräsident des bundesweiten Verbandes.

AirBnB

In der Funktion muss er die Interessen der Hoteliers vertreten, die es in Zeiten von AirBnB schwer haben. Die neue Privat-Vermittlung gibt Ipp zu denken: „Man darf bei AirBnB nie das Umfeld vergessen. Wie kommt eine 70-jährige Pensionistin dazu, dass in der Nachbarwohnung immer fremde Leute leben? Hinzu kommt, dass die finanziellen Richtlinien oft nicht so klar sind. Da ist eindeutig der Gesetzgeber gefordert, um bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.“