Acht Mio. Zigaretten geschmuggelt
Sie sollen den heimischen Markt mit Schmuggelzigaretten überschwemmt haben. Am Dienstag wurde am Landesgericht Wr. Neustadt vier Serben und einem Rumänen der Prozess gemacht. Die Männer sollen von 2007 bis 2010 über 40.000 Stangen Billig-Zigaretten nach Österreich geschmuggelt und weiterverkauft haben. Der Hauptangeklagte, 44-jährige Serbe, soll als Drahtzieher auf dem Schwarzmarkt im ehemaligen Jugoslawien und Ungarn Zigaretten günstig gekauft und mit einer Gewinnspanne von einem Euro pro Stange weitergegeben haben. Der Schmuggel ging sehr professionell über die Bühne: Um die Zollbeamten zu täuschen, waren die unbekannten Lieferanten mit mehreren Autos unterwegs - aber nur in einem befand sich die Ware. Doch slowenische Zollbeamte bekamen Wind von den Machenschaften. In Österreich klickten schließlich die Handschellen. Vier Männer wurden zu Geldstrafen zwischen 60.000 und 470.000 Euro verurteilt. Da bei den Verurteilten kein Geld zu holen ist, sprach der Schöffensenat Ersatzstrafen zwischen einem und fünf Monaten unbedingter Haft aus. Nicht rechtskräftig.
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