Chronik | Niederösterreich
16.07.2018

A4: Pannenstreifen wegen Überlastung erstmals freigegeben

Pilotprojekt zwischen Simmeringer Haide und Knoten Schwechat Richtung Flughafen gestartet.

Der Pannenstreifen auf der Ostautobahn (A4) ist am Montag erstmals wegen Überlastung für den Verkehr freigegeben worden. Das sagte Asfinag-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla. Bei Verkehrsüberlastung wird zwischen der Simmeringer Haide in Wien und dem Knoten Schwechat in Fahrtrichtung Flughafen bzw. Ungarn der Pannenstreifen damit zur dritten Fahrspur.

Für das Projekt erfassen 30 neue Kameras den Abschnitt. Vor jeder Freigabe erfolgt damit der Check der Strecke, dazu prüfen auch sogenannte Traffic Manager, ein mobiles Spezialteam der Asfinag, den Abschnitt. Erst dann gibt die Verkehrsmanagement Zentrale in Wien Inzersdorf die 3,8 Kilometer frei.

Grüner Pfeil als Signal

Der geöffnete Pannenstreifen wird direkt darüber auf den elektronischen Überkopfwegweisern mit einem grünen Pfeil signalisiert – und weiters rechts neben der Fahrbahn durch das Anzeigen der dritten Fahrspur. Wenn diese Anzeigen nicht aktiv sind, ist es nicht erlaubt, den Pannenstreifen zu befahren, warnte die Asfinag.

Sobald die Verkehrsbelastung zurückgeht, sperrt die Asfinag den Pannenstreifen wieder. Im Bereich der Simmeringer Haide erscheint auf der Überkopfanzeige oberhalb des zusätzlichen Fahrstreifens ein gelb blinkender Pfeil, der warnt, dass der Pannenstreifen nicht mehr befahren werden darf. Auch rechts neben der Fahrbahn wird durch Pfeile auf die Sperre und das rasche Verlassen des Pannenstreifens hingewiesen.

Für Lenker, die zum Zeitpunkt der Sperre weiter vorne auf dem Pannenstreifen unterwegs sind, ändert sich die Anzeige nicht – sie bleibt auf "grün". Die Fahrt kann bis zum Knoten Schwechat auf dem Pannenstreifen fortgesetzt werden. Nach der Sperre erlischt jede Info: Der Pannenstreifen ist für den Fließverkehr gesperrt.

Pkw dürfen bei freigegebenem Pannenstreifen jede der drei Spuren auf dem Abschnitt benützen. Für den Schwerverkehr ist die linke Spur etwas schmäler und nur Pkw vorbehalten, hier gilt dann ein Fahrverbot für überbreiten Schwerverkehr. Bei der Abfahrt auf die S1 ist der Pannenstreifen bei Freigabe zugleich die Abbiegespur. Bei Pannen sollten Lenker ihren Wagen nach Möglichkeit in einer der beiden neuen Pannenbuchten abstellen. Bei Pannen oder Unfällen wird der Pannenstreifen von der Zentrale Inzersdorf umgehend geschlossen.

Last but not least funktioniert die Rettungsgasse wie auf normalen dreispurigen Autobahnen, wenn der Pannenstreifen freigegeben wird. Die Fahrzeuge auf der linken Spur rücken ganz nach links, die der anderen beiden Spuren nach rechts.