Vandalen in Baden

© /Thomas Lenger

Vandalenakte
11/04/2014

97 Sprayer-Schäden in einer Nacht

Bauhof-Mitarbeiter tagelang im Einsatz, um Spuren zu beseitigen. Halloween insgesamt ruhig.

Fassaden, Parkscheinautomaten, Motorhauben, Brunnen und Verkehrsschilder – eine Gruppe von Vandalen zog in der Halloween-Nacht mit Lackdosen ihre Spur durch Baden. 97 Sachbeschädigungen zählte die Stadtpolizei an Allerheiligen. Neben der Stadtgemeinde selbst waren rund 20 Unternehmer und Privatpersonen als Opfer betroffen. "Wir gehen davon aus, dass es eine Gruppe war. Die Farbe war immer die gleiche", erklärt Walter Santin, Kommandant der Stadtpolizei Baden.

Obwohl unter den "Motiven" auch Hakenkreuze waren, geht man bei der Polizei nicht davon aus, dass die Täter einen politischen Hintergrund haben. Denn bei den meisten Schmierereien zeigten sich die Vandalen eher einfallslos – oft waren es einfach Kleckse, Linien oder Kreuze.

Die Kriminalbeamten der Stadtpolizei suchten auch am Montag auf Hochtouren nach möglichen Zeugen. Videoüberwachung gibt es in Badens Innenstadt keine, eine entsprechende Initiative zu Zeiten des 2007 geschlossenen Tanzpalastes scheiterte. Eine neue wird es auch jetzt nicht geben, wie Stefan Szirucsek, Vorsitzender des Sicherheitsausschusses erklärt: "Die Datenschutzhürden sind sehr hoch. Außerdem will keiner in einer flächendeckend überwachten Stadt leben."

Hilfe aus Fonds

Fünf Beamte hatte die Stadtpolizei in der Halloween-Nacht im Einsatz – auch auf Streife. "In den letzten Jahren war es sehr ruhig", erklärt Santin. Abgesehen von den Schmierereien gab es auch heuer nur eine Anzeige. Trotzdem will man im nächsten Jahr wieder verstärkt Präsenz zeigen.

Wie hoch der Sachschaden ist, steht noch nicht fest. "Die Mitarbeiter des Bauhofs sind noch im Einsatz", erklärt Szirucsek, "man wird sehen, was sie beseitigen können". Die Bürgerliste "Wir Badender" brachte indes den Vorschlag, den Betroffenen aus dem Soforthilfefonds zu helfen – eigentlich für Opfer höherer Gewalt gedacht. Szirucsek zeigt sich zurückhaltend: "Erst muss einmal geklärt werden, was Versicherungen tragen."

Ruhiges Halloween

Auch in Ternitz sorgten Graffiti in der Halloween-Nacht für Ärger. Schon im Oktober hatten "Fuck IS"-Schmierereien an mehreren Mauern den Verfassungsschutz auf den Plan gerufen.

Ansonsten verlief Halloween vergleichsweise ruhig. In Wr. Neustadt, sonst ein Hot-Spot für Zwischenfälle, gab es kaum Beanstandungen. Außergewöhnlich war nur eine Körperverletzung in der Innenstadt, bei der eine junge Frau aus Baden mit einem Auto-Kennzeichen geschlagen wurde.

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