Chronik Niederösterreich
05/07/2012

20 schiefe Euro-Hunderter: Fälscher aus Not verurteilt

Prozess – „Was haben Sie von Ihrer Fälschung gehalten?“, interessiert Richter Markus Pree. Angeklagter: „Dass‘ gut is.“ Richter (lacht): „Der is a Katastrophe, der Hunderter. Den haben‘s mit der Scher‘ geschnitten, der is ja net amal grad.“ Ein 24-jähriger zweifacher Vater aus dem Bezirk Tulln hat aus existenziellen Geldnöten den Euro-Drucker angeworfen. Einen Hunderter am PC eingescannt, 20 Kopien beider Seiten ausgedruckt und zusammengepickt. Jetzt sitzt er unter Strafdrohung bis zehn Jahre Haft auf der Anklagebank am Landesgericht St. Pölten.

Warum? Der gelernte Mechatroniker hatte bei einer Kündigungswelle seinen Job im Waldviertel verloren. Nach einem Jahr vergeblicher Arbeitssuche konnte er die Wohnungsmiete nicht mehr zahlen und musste zu den Schwiegereltern übersiedeln. Bei „XXX-Lutz“ kam er als Möbelmonteur unter, kassierte bei Kunden in Wieselburg 2100 Euro und zahlte damit Schulden. Als die Firma auf Abrechnung drängte, wurde er zum Fälscher, übergab bei „Lutz“ das Falschgeldpackerl und flog prompt auf.

„Das war eine saublöde Idee“, gesteht der Angeklagte. Rechtskräftiges Urteil: Neun Monate bedingt, 1697 Euro Geldstrafe und Bewährungshilfe.

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