© Weingut Hufnagel

Neckenmarkt
12/16/2019

Weingut Hufnagel: Die Liebe zum Weinmachen im Blut

Hans-Jürgen Hufnagel und seine Schwester Barbara haben den elterlichen Betrieb übernommen

Die Liebe zum Weinmachen und die Freude am Wein – beides liegt der Familie Hufnagel aus Neckenmarkt offenbar im Blut. „Wir wissen nicht, was uns größere Freude bereitet: Guten Wein zu machen, oder ihn zu trinken. Es wird wohl seit Generationen beides sein“, formulieren es die Hufnagels auf ihrer Homepage.

In vierter Generation haben Hans-Jürgen Hufnagel und seine Schwester Barbara Hufnagel-Wolf im April den elterlichen Betrieb übernommen. Auch wenn die Geschwister im Betrieb aufgewachsen sind – beruflich haben sie den Weg in das Weingut erst nach Umwegen eingeschlagen.

Krankenpfleger

Nach Absolvieren der Landwirtschaftlichen Fachschule hat Hans-Jürgen Hufnagel eine Ausbildung zum diplomierten Krankenpfleger abgeschlossen. Später hat er bei der burgenländischen Krankenanstalten Gesellschaft im IT-Bereich gearbeitet.

Schwester Barbara war hingegen nach einer kaufmännischen Ausbildung in einer Bank tätig. Die Geschwister ergänzen sich wohl gut: „Barbara ist für Organisation und Büro zuständig, ich arbeite im Weingarten, Keller und im Verkauf“, sagt der 43-Jährige.

Den meisten Wein verkaufe man Ab-Hof. Das Gespräch mit den Kunden, die soziale Komponente, dieser Bereich sei ihm wichtig. „Es ist eine Pflege der Leute auf eine andere Art“, sagt Hufnagel, in Anspielung auf seinen vorigen Job.

15 Hektar Weingärten bewirtschaftet die Familie. Zu 80 Prozent wird Rotwein gemacht. „An erster Stelle steht natürlich der Blaufränkisch.“ Der Cabernet Sauvignon etwa, sagt Mutter Anna Hufnagel, der werde im Betrieb schon seit 30 Jahren produziert. Es sind eine der ältesten Reben, auf denen die Trauben für den Wein gedeihen.

Zwei Mädchen

Seit 1976 arbeitet Anna Hufnagel im Weingut, 1989 haben sie und ihr Mann es von ihren Eltern übernommen. Die heute 60-Jährige war damals eine der ersten Weinbau- und Kellermeisterinnen des Burgenlandes. „In der Weinbau-Schule waren wir in den 1970ern nur zwei Mädchen.“ Als Frau sei sie aber immer im Geschäft aber „immer positiv aufgenommen worden“. Dass ihre Kinder jetzt in ihre Fußstapfen treten, betrachtet sie mit Freude. 2004 wurde der Betrieb ausgebaut, einer der „Steckenpferde“ von Hans-Jürgen Hufnagel und Barbara Hufnagel-Wolf aus den mehr als 20 Rieden ist der Blaufränkisch Nyék – der ungarische Name für die Grenzgemeinde Neckenmarkt.

„Viel diskutiert“

Einmischen wolle sie sich nicht, versichert die Mutter. „Meine Eltern, die Schwester und ich wir diskutieren aber sehr viel“, sagt Hans-Jürgen Hufnagel. Ihm ist vor allem wichtig, dass der Wein keine Massenware ist. Im Weingarten, wo seine Gedanken freien Lauf haben, gehen ihm Ideen und Visionen durch den Kopf. Manche von ihnen setzt er in seinen Weinen um.

Geändert habe sich beim Weinmachen in den vergangenen Jahrzehnten natürlich einiges, darüber ist man sich bei Familie Hufnagel generationenübergreifend einig. „Die Qualität wird immer besser und der Wein wird heute mehr geschätzt“, sagt Anna Hufnagel.

Davon gibt wohl auch der jüngste Sieg des Weingutes Hufnagel Zeugnis: Bei der Weinshow in Oberösterreich überzeugte der Mittelburgenland DAC Reserve Publikum und Sommeliers. Der Rebensaft hatte zuvor schon die Goldmedaille bei der Landesprämierung und die Aufnahme in den Salon geschafft. „Wir haben gewonnen, weil Sieger bei der Weinshow derjenige Wein war, der als erster ausgetrunken wurde“, erklärt Hufnagel lachend.

Seine Ziele für die Zukunft? „Der Betrieb soll langsam wachsen und wir wollen die Qualität halten.“

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