Chronik | Burgenland
22.08.2018

Verkehrsrowdy im Burgenland mittels Video auf Facebook ausgeforscht

Beifahrer filmte "unsichere und gefährliche" Fahrt eines Steirers. Polizeisprecher: Video trug maßgeblich zur Ausforschung bei

Die Polizei im Burgenland hat dank eines Videos, das derzeit auf Facebook kursiert, einen Verkehrsrowdy ausgeforscht. Der Beifahrer eines Mannes hatte gefilmt, wie der Lenker eines Kastenwagens auf "sehr unsichere und gefährliche Art und Weise" sein Fahrzeug bewegte und beinahe einige schwere Verkehrsunfälle verursachte, berichtete die Exekutive. Nun wurde ein Steirer ausgeforscht und angezeigt.

Zugetragen habe sich der Vorfall auf der B52 zwischen St. Margarethen im Burgenland und Trausdorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) laut Polizei bereits vor einigen Wochen. Vor wenigen Tagen landete das Video dann in den sozialen Netzwerken. "Das Video trug sicherlich maßgeblich zum Erfolg bei", so ein Polizeisprecher heute, Mittwoch, zur APA. Auch ein Foto vom Kennzeichen sei übermittelt worden.

Der User, der das Video postete, hatte sich via Facebook an die Landespolizeidirektion Burgenland gewandt und gefragt, wie in einem solchen Fall vorzugehen sei. Generell solle man bei Wahrnehmungen von "eklatanten Verstößen gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen" das Kennzeichen des Fahrzeuges notieren und sofort Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten. Außerdem sei die Polizei zu alarmieren - allerdings nur wenn man über eine Freisprecheinrichtung verfügt. Keinesfalls solle man versuchen, die verursachenden Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit zu verfolgen oder zu einer Anhaltung zu bewegen, so die Polizei in einer Aussendung.