(Symbolbild)

© Ernst Weingartner/picturedesk.com

Chronik Burgenland
02/05/2014

Überdosis Drogen: Zwei Tote in einer Woche

Ein 23-Jähriger stirbt im Spital, ein 34-Jähriger wird tot in seiner Wohnung gefunden.

Übermäßiger Drogenkonsum forderte im Bezirk Oberpullendorf innerhalb einer Woche zwei Todesopfer. Ein 34-jähriger Mann, der in Deutschkreutz lebte, wurde am Mittwoch in seiner Wohnung tot gefunden. Bereits eine Woche zuvor war sein 23-jähriger Freund, der ebenfalls eine Wohnung in Deutschkreutz hatte, an einer Überdosis gestorben.

Beide Männer gehörten laut Landespolizeidirektion Burgenland schon länger der Drogenszene an und waren auch amtsbekannt.

Der 23-Jährige wurde am 23. Jänner bewusstlos in seiner Wohnung gefunden und mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus Oberpullendorf gebracht. Eine Woche später ist er dort an den Folgen einer Morphinvergiftung gestorben, wie die Polizei mitteilt.

Diesen Mittwoch hat der Bruder des 34-Jährigen Anzeige bei der Polizei erstattet, weil er seit vergangenem Sonntag nichts von ihm gehört hatte. Da er vom Tod des Freundes wusste, machte er sich Sorgen. Zu recht, wie sich herausstellte. Als die Beamten zur Wohnung kamen, stellten sie fest, dass der Schlüssel zur Eingangstür von innen steckte. Nach erfolgter Türöffnung wurde der Mann tot auf der Eckbank in der Küche gefunden. Die Polizei stellte Suchtgift und eine Einwegspritze sicher, eine Obduktion wurde angeordnet.

Die beiden Männer waren in Deutschkreutz kaum bekannt. Laut Bürgermeister Manfred Kölly haben die zwei zunächst im ehemaligen Zollhaus, etwas außerhalb des Dorfes, gelebt. Einer sei dann umgezogen: „Sie wohnten erst seit ungefähr einem Jahr hier und verhielten sich unauffällig.“ Dass es generell ein Drogenproblem in Deutschkreutz gebe, weist der Ortschef ganz vehement zurück. Auch Wolfgang Bachkönig vom Landespolizeikommando meint: „Die Drogenszene im Bezirk Oberpullendorf ist nicht größer als anderswo im Burgenland.“

Pistole im Kühlschrank

Auch ein anderer Fall beschäftigte diese Woche die Drogenfahnder des Landeskriminalamtes Burgenland: Eigentlich wollten sie einen 21-jährigen Wiener nur zu Drogenverkäufen befragen, fanden dann aber im Kühlschrank seiner Wohnung in Wien Amphetamine, Metamphetamine und eine ungeladene Pistole. Der junge Mann, der während der Hausdurchsuchung laut Polizei seelenruhig einen Opiumtee zubereitete, hatte auf seinem Notebook penibel Aufzeichnungen über seine Drogendeals geführt. Er wurde angezeigt.

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