Tierschutzhaus auf der Zielgeraden
Mehr als zehn Jahre lang wurde an dem Neubau für ein
Tierschutzhaus im Burgenland "herumgedoktert". Im April dieses Jahres war es soweit, der Spatenstich erfolgte. Nach sechsmonatiger Bauzeit wurde nun vor Kurzem die Dachgleiche des "Sonnenhofes" gefeiert.
Der großzügig dimensionierte Bau soll die artgerechte Haltung der Tiere gewährleisten. Auf einem Areal von 30.000 m² zwischen Eisenstadt und Siegendorf entsteht ein neues Zuhause für bis zu 70 Hunde, 100 Katzen sowie einige kleine Nagetiere. Auf einer Gesamtnutzfläche von 1840 m² sollen neben drei Hundehäusern sowie einem für Katzen unter anderem eine Quarantänestation und ein Operationssaal untergebracht werden.
Ziel ist eine vorübergehende Unterbringung, denn die Tiere sollen möglichst rasch ein Zuhause finden. Das Tierheim soll aber mehr als nur eine Aufnahme- und Betreuungsstätte sein.
Aufklärung
Konkret werden bei dem Projekt durch Aufklärung und Prävention der "gelebte Tierschutz" und der Wissenstransfer im Mittelpunkt stehen. In entsprechenden Räumlichkeiten sollen Kinder, Familien und Schulklassen mittels Vorträgen und Infoveranstaltungen für die Haltung, den verantwortungsvollen Umgang und die Pflege von Tieren sensibilisiert werden. "Dieses Konzept ist im Bereich des Tierschutzes vorbildlich und richtungsweisend", sagt SP-Landeshauptmann Hans Niessl.
Mit der Errichtung des Tierschutzhauses Nord erfolge der Lückenschluss für eine flächendeckende Unterbringung von verwahrlosten oder nicht mehr gewollten Tieren im
Burgenland, führt VP-Landesrat Andreas Liegenfeld aus. Im Südburgenland sei derzeit kein weiteres Tierschutzhaus vorgesehen. Dort finde man mit einigen Verwahrungsverträgen mit privaten Einrichtungen das Auslangen.
Als Bauträger des Sonnenhofes fungiert die Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH (Belig). Insgesamt werden in den Bau der neuen Einrichtung 3,8 Millionen Euro investiert. Im Frühjahr 2012 soll das Tierschutzhaus fertiggestellt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.
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