Opel als Motor für Tourismus

Ein Opel-Schild und zwei Opel-Flaggen vor blauem Himmel.
Die Nächtigungszahlen im Südburgenland steigen. Der Autohersteller, der in Ungarn ausbaut, lässt viele Gastwirte aufatmen.

Einen Tanzkurs im Urlaub machen, die Gegend auf dem Rücken der Pferde erkunden, Köstlichkeiten vom Wirt serviert bekommen – das und vieles mehr zieht Touristen in den Bezirk Jennersdorf. Die südlichste Region des Burgenlandes ist im Vergleich zum Vorjahr heiß begehrt. Das zeigt zumindest die Nächtigungsstatistik von Jänner bis Mai 2012. Für den Gasthof Jaindl in Königsdorf hat das Bangen wieder ein Ende. Der Betrieb lebt hauptsächlich vom Durchzugsverkehr – und von Gastarbeitern.

Seit Fertigstellung der Autobahn in Slowenien sanken die Nächtigungszahlen rapide. „Die Zahl der Gäste lag fast bei Null", erklärt Besitzer Erwin Jaindl betroffen. Das heurige Plus von 88 Prozent lässt den Chef des Gasthofs wieder aufatmen. Ähnlich sieht die Situation Rudolf Pummer vom Gasthof Pummer in Heiligenkreuz im Lafnitztal: „ Opel baut derzeit in Ungarn aus, das bringt viele Bauarbeiter zu uns." Außerdem seien die Feiertage für Kurzurlaube heuer viel besser gelegen.

Faktoren

Südburgenland- Tourismus-Geschäftsführer Gerald Feuchtl sieht im Bezirk Jennersdorf einen deutlichen Trend nach oben und die neu gesetzten Akzente wie den Weinfrühling oder die Naturerlebnistage als Grund, schließt den Ausbau des Autoherstellers in St. Gotthard als zusätzlichen Motor aber nicht aus. Eine andere Erklärung findet Rosemarie Holzmann, Obfrau des Tourismusverbandes Minihof-Liebau. Sie führt den Zuwachs an Nächtigungen nicht nur auf das gute Wetter zurück. „Das Engagement der gesamten Gemeinde spielt eine wesentliche Rolle." Viele Wiener ziehe es in den aktiven und naturbelassenen Ort.

Erfreulich sei, so Feuchtl, dass „fast alle Gemeinden des Bezirkes ein zweistelliges Plus an Nächtigungen und Ankünften verzeichnen."Den größten Zuwachs verbuchen die rund zehn Kilometer von der ungarischen Baustelle entfernten Orte Königsdorf und Heiligenkreuz. Aber nicht nur Gastarbeiter zieht es in den Süden, auch immer mehr Gäste aus Deutschland und Holland haben das Südburgenland als Urlaubs- und Erholungsregion entdeckt.

 

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