Chronik | Burgenland
24.07.2018

Möglicher Tornado im Burgenland gesichtet

In Österreich kommt es laut Pistotnik durchschnittlich vier Mal im Jahr zu einem Tornado.

Im Nordburgenland ist am Sonntagnachmittag ein möglicher Tornado gesichtet worden. Laut Tornadoexperte Georg Pistotnik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) dürfte es sich dabei allerdings um eine gut ausgebildete Trichterwolke - "so nennen wir gewissermaßen die Vorstufe zu einem Tornado" - gehandelt haben, erklärte Pistotnik am Dienstag im APA-Gespräch.

"Ich habe etliche Fotos davon gesehen, aber keines, das mit Sicherheit zeigen würde, dass sie auch wirklich den Boden erreicht hat und ab dann würden wir eigentlich das Ganze als Tornado bezeichnen", so der Experte. Statistiken zu Trichterwolken gebe es keine, Tornados würden allerdings sehr wohl aufgezeichnet. In Österreich kommt es laut Pistotnik durchschnittlich vier Mal im Jahr zu einem Tornado. Die Geschwindigkeit der Trichterwolke, die am Sonntag bei Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) gesehen wurde, schätze er auf unter 90 km/h. Schäden wurden keine gemeldet.