© Heike Kroemer

Chronik Burgenland
05/10/2012

Messerstiche waren Notwehr

In Eisenstadt wurde ein 19-Jähriger freigesprochen: Er hatte im Streit auf seinen gleichaltrigen Ex-Mitbewohner eingestochen.

Prozess – Zum zweiten Mal mussten drei junge Männer am Mittwoch auf der Anklagebank im Landesgericht Eisenstadt Platz nehmen. Im Streit um zwei demolierte Türen und ein Handy soll ein 19-jähriger Lehrling im Juli des Vorjahres in Mattersburg zum Messer gegriffen und auf seinen gleichaltrigen Ex-Mitbewohner eingestochen haben.

Bei einem Treffen am 9. Juli 2011 habe ihn der 19-Jährige auf sein Handy angesprochen. Daraufhin soll ihm sein Ex-Mitbewohner einen Stoß gegen die Nase verpasst haben, schilderte der Lehrling, der seit dem Zwist aus Angst ein Küchenmesser bei sich trug.

„Er hat sich auf mich draufgestürzt und mich geschlagen", berichtete der Lehrling. Weil er keine Chance gehabt habe, habe er das Messer gezogen und zwei Mal „leicht" zugestochen. Da sei der Cousin des 19-Jährigen dazugekommen und habe ihm „Tritte ins Gesicht verpasst", berichtete der Lehrling: „Ich habe gedacht, die bringen mich um." Dann habe er seinem Kontrahenten einen letzten Stich versetzt. Der Lehrling flüchtete und wurde tags darauf von der Polizei geschnappt.

Der Lehrling wurde freigesprochen, „da es nach Ansicht des Gerichts doch Notwehr war", so die Richterin. Sein Kontrahent erhielt eine Geldstrafe . Dessen 20-jähriger Cousin wurde zu fünf Monaten bedingter Haft und zu einer Geldstrafe verurteilt – nicht rechtskräftig.

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