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Chronik Burgenland
01/14/2020

Kärntner blaue Kalamitäten am Ufer des Neusiedler Sees

Eine aus Kärnten stammende FPÖ-Funktionärin im Nordburgenland tritt aus der Partei aus und begründet das mit dem Verhalten von FPÖ-Landesrat Petschnig, auch ein gebürtiger Kärntner

Silvia Burian, Ortsparteichefin der FPÖ in Tadten (Bezirk Neusiedl am See), hat am Montagabend ihren Parteiaustritt verkündet. Mit ihr verlassen auch die fünf anderen FPÖ-Mitglieder des Ortes die Partei. Grund sei „eine Ansammlung von Vorkommnissen, die mit meinem Selbstverständnis von Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und korrektem Umgang untereinander nicht kompatibel sind“, betonte Burian.

Eine Ortspartei gibt es in Tadten damit nicht mehr, diese war zuletzt nicht im Gemeinderat vertreten. Bei der Gemeinderatswahl 2017 erreichte sie 3,6 Prozent und verlor ihr einziges Mandat.

Auf KURIER-Nachfrage präzisierte Burian, ihre Kritik gelte besonders dem FPÖ-Bezirksvorsitzenden Alexander Petschnig. Der Landesrat habe „ein großes Problem mit starken Frauen“, so Burian. Übrigens kommen Burian wie Petschnig ursprünglich aus Kärnten.

Die FPÖ Burgenland sprach von einem „politischen Nullum“. Es handle sich um den Austritt eines „Grüppchens“, das bei der vergangenen Wahl „hochkant aus dem Gemeinderat“ geflogen sei. „Austritte sind meistens bedauerlich, in diesem Fall nicht“, betonte Klubobmann Geza Molnar am Dienstag in einer Aussendung.