Fürstlicher Glanz nach drei Jahren Restauration
Beim Betreten der Sonderausstellung „Barocker Schmuck der Fürsten Esterházy“ fühlt man sich eigentlich auf Burg Forchtenstein verschlagen. Denn durch ein riesiges Bild wurde „ein Hauch der Schatzkammer von Burg Forchtenstein eingefangen“, erklärt Florian Bayer, Leiter der Sammlung Privatstiftung Esterházy. Aus diesem Inventar stammen jene Preziosen, die nun auf Schloss Esterházy erstrahlen.
Dabei handelt es sich aber nur um einen Teil, der aus der Zeit von etwa 1650 bis 1700 stammt. Der wesentliche Bestand sei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Budapester Museen gebracht worden, verrät der Kurator, der die Ausstellung mit Margit Kopp konzipiert hat. Dass Broschen, Bruststücke und Ringe in Forchtenstein verblieben waren, sei ihrer Unvollständigkeit – Edelsteine gingen auch verloren – zu verdanken.
Ihren ursprünglichen Glanz erhielten die Objekte in einer über dreijährigen Restauration und über ersetzte Steine, Perlen und Metallteile zurück. Hilfestellung lieferten dabei u.a. historische Zeichnungen, Testamente und Gemälde aus der Ahnengalerie, etwa jenes von Eva Thököly, Paul Esterházys zweiter Gattin. Was über die Gemälde deutlich wird: Die große Vorliebe der Fürstenfamilie für Perlen, die von sogenannten „Perlenheftern“ teils auf die Kleidung aufgenäht wurden. Zwar leer, aber Zeugnis ihres einst prächtigen Inhaltes sind restaurierte Futterale. Bayer stolz: „All diese Unikate finden sich in Europa nur in wenigen Häusern.“
Einblick gewährt Schloss Esterházy aber nicht nur in die fürstliche Schmucktruhe. Die Ausstellung „Harmonia Caelestis“ – eingebettet in „Haydn Explosiv*2013“ – widmet sich dem Musikschaffen von Paul I. Esterházy.
Mehr Infos: www.esterhazy.at
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