Duo rettete 80-Jährigen
Ja da kommen ja die beiden Lebensretter", sagt eine Bewohnerin der mittelburgenländischen Ortschaft Rattersdorf, als sie
Stefan Schmidt und seinen gleichnamigen Sohn trifft. Der 47-jährige Postbeamte und sein 23-jähriger Sohn - er ist Student - waren am Dienstag Gesprächsthema Nummer Eins in der Großgemeinde Mannersdorf.
Die beiden haben am Montag Nachmittag einen 80-Jährigen, der mit seinem Rasenmähertraktor in einen Fischteich gefallen war, gerettet. Der Pensionist war mit dem Mähen seines - etwa 1,5 Kilometer von der Ortschaft entfernten und im Wald gelegenen - Grundstückes beschäftigt, als er mitsamt Traktor über die Böschung in einen seiner beiden Karpfenteiche stürzte.
Intuition
"Mein Sohn und ich wollten gerade mit dem Traktor Holz aus dem Wald nach Hause bringen. Als wir beim Fischteich vorbeigekommen sind, habe ich automatisch einen Blick auf das Wasser geworfen", schildert Stefan Schmidt sen. im Gespräch mit dem KURIER.
Doch etwas sei anders gewesen als sonst. "Ich habe da etwas Orangenes im Wasser liegen sehen, das war ungewöhnlich. Ich bin mit dem Traktor stehen geblieben und hab' zu meinem Sohn gesagt: 'Da ist was passiert'", erinnert sich der 47-Jährige. Da habe er auch schon eine Person die Uferböschung "auf allen Vieren raufklettern" gesehen. "Wir sind sofort hingelaufen und da ist der Rudi gelegen. Wir haben ihn von der Böschung auf die Wiese rauf gezogen. Er hat vor Schmerz gewimmert und ist dann vor Erschöpfung zusammengesackt", erinnern sich Vater und Sohn.
Die beiden alarmierten sofort
Polizei und Rettung, stützten den Verunglückten und sprachen beruhigend auf ihn. Auch den Rettungshubschrauber hat Stefan Schmidt sen. an die Unfallstelle gelotst. Nach der Erstversorgung wurde der 80-Jährige ins Krankenhaus nach Wiener Neustadt geflogen.
"Er hat eine Prellungen, aber es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Ich weiß aber nicht, was passiert wäre, wenn die beiden ihn nicht gefunden hätten. Bei dem Teich kommt ja nicht oft jemand vorbei", sagt eine Verwandte des 80-Jährigen.
Kommentare