BURGENLAND-WAHL: DOSKOZIL

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Chronik Burgenland
01/26/2020

Doskozil mit Tränen in den Augen: "Kann es nicht fassen"

"Ich bin fast sprachlos, ich bin überwältigt", reagierte Hans Peter Doskozil auf das Abschneiden seiner Partei. "Das ist der schönste Tag meines Lebens."

Der Wahlsieger Hans Peter Doskozil wurde Sonntagabend mit tosendem Applaus in den Klubräumlichkeiten der SPÖ empfangen. Der Landeshauptmann, der Tränen in den Augen hatte, zeigte sich fassungslos: "Ich kann diesen Tag gar nicht fassen. Es ist sicherlich der schönste Tag in meinem Leben", sagte Doskozil in einer ersten Reaktion.

Es sei nicht zu fassen, "dass es möglich ist, in die Nähe der Absoluten zu kommen". "Ich bin fast sprachlos, ich bin überwältigt."

"Lebenszeichen der Sozialdemokratie"

"Wir dürfen jetzt nicht größenwahnsinnig werden. Wir werden heute feiern, aber morgen werden wir demütig an die Arbeit gehen. Wir werden dieses Vertrauen der Menschen nicht enttäuschen und sorgsam damit umgehen", versprach Doskozil.

Es sei etwas Besonderes, diesen Moment erleben zu dürfen. "Wir haben ein Lebenszeichen der Sozialdemokratie gesetzt, ein ganz starkes Zeichen. Aber wir dürfen jetzt nicht größenwahnsinnig werden. Es ist wichtig, bei den Menschen zu bleiben, die Themen der Menschen ernst zu nehmen, nicht zu streiten", so Doskozil. "Ich bin stolz auf euch. Ich bin stolz, bei der Sozialdemokratie im Burgenland zuhause zu sein."

Hofer sieht "persönlichen Erfolg" Doskozils

FPÖ-Chef Norbert Hofer sieht im Ausgang der burgenländischen Landtagswahl einen "persönlichen Erfolg" für den amtierenden Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). "Der von der Bundes-SPÖ emanzipierte Landeshauptmann profitierte vom Umstand, dass im Burgenland die Vorzugsstimme die Parteistimme schlägt", meinte Hofer nach den ersten Hochrechnungen am Sonntag in einer Aussendung.

Das schlechte Abschneiden der eigenen Partei sei "kein Grund, in Selbstmitleid zu verfallen". Hofer sah darin vielmehr einen "klaren Auftrag im Sinne des Burgenlandes und seiner Bevölkerung weiterzuarbeiten". Der FPÖ-Chef stärkte zudem Landesobmann Hans Tschürtz den Rücken. Die gemeinsame Regierungsarbeit sei erfolgreich gewesen. Daher ging Hofer davon aus, dass viele Menschen, die Doskozil ihre Stimme gegeben haben, sich eine Fortsetzung wünschten.

Das Ergebnis müsse nun "im Detail" analysiert werden, so Hofer, der darin auch eine "Ernüchterung für Schwarz-Grün" ortete. So sei es der türkisen ÖVP nicht gelungen, das schlechte Ergebnis der "dunkelschwarzen" ÖVP im Jahr 2015 vergessen zu machen.
 

Verhaltene Freude bei der ÖVP

Thomas Steiner, Spitzenkandidat der ÖVP, hat am Sonntagnachmittag mit verhaltener Freude auf die erste Hochrechnung zur Landtagswahl reagiert. "Für uns ist wichtig, dass wir unsere Ziele erreicht haben", betonte Steiner im "Haus der Volkspartei" in Eisenstadt. Sowohl ein Plus als auch ein Dreier vor dem Ergebnis seien gelungen.

Als das Ergebnis der SPÖ in der türkisen Parteizentrale über den Bildschirm flimmerte, ging einen Raunen durch die Reihen der Unterstützer. Das eigene Abschneiden wurde mit lautem Applaus quittiert. Auch wenn die Stimmung angesichts des SPÖ-Ergebnisses etwas getrübt war, betonte Steiner, dass er mit dem Ergebnis zufrieden sei. "Das ist zur Kenntnis zu nehmen. Ich gratuliere dem Landeshauptmann zu diesem Ergebnis", sagte der ÖVP-Chef.
 

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