Chronik | Burgenland
28.11.2018

Burgenland: Polizei kündigt großes Planquadrat für das Wochenende an

Alko- und Drogenlenker bei landesweiten Kontrollen im Visier. Rund 70 Beamte zu Adventbeginn im Einsatz.

Im Burgenland ist die Polizei zu Adventbeginn verstärkt auf den Straßen präsent: Am Samstag findet ein landesweites Planquadrat statt. Rund 70 Kräfte der Landesverkehrsabteilung, der Bezirkspolizeikommanden und des Stadtpolizeikommandos Eisenstadt nehmen daran teil. Im Visier der Beamten sind Alko- und Drogenlenker ebenso wie Temposünder und Gurtenmuffel, teilte die Landespolizeidirektion mit.

16 solcher großer Planquadrate werden im Jahr durchgeführt. Etwa ein Drittel davon wird angekündigt, schilderte der stellvertretende Leiter der Landesverkehrsabteilung, Fritz Tinhof, im Gespräch mit der APA. Pro Aktion werden im Schnitt 1.000 bis 1.500 Fahrzeuge angehalten, bei schätzungsweise 800 bis 1.000 Lenkern erfolgt dann ein Alkovortest.

"Das Ergebnis variiert", sagte Tinhof. Heuer sei der Maximalwert der erwischten alkoholisierten Lenker bei 18 gelegen. Dazu kamen noch drei Autofahrer unter Suchtgifteinfluss. Das Minimum waren in diesem Jahr bisher fünf Alkolenker. Der langjährige Erfahrungswert liege bei zehn bis 15 Personen.

Kontrollen überall möglich

Bei den landesweiten Planquadraten komme von der Dämmerung bis in die späten Nachtstunden jede verfügbare Streife zum Einsatz. Kontrollen seien praktisch überall im Straßennetz möglich - "egal, ob auf Gemeindestraßen, Autobahnen oder Schnellstraßen", erläuterte Tinhof. Jeder, der alkohol- oder drogenbeeinträchtigt fahre, sei einer zu viel.

Im Schnitt würden bei jeder groß angelegten Schwerpunktkontrolle auch ein bis zwei Drogenlenker erwischt. Dabei handle es sich um Männer und Frauen aller Altersgruppen - vor einigen Wochen habe man einen Über-Sechzigjährigen "eingeraucht" aus dem Verkehr gezogen. Anders verhalte es sich bei den Alkolenkern, wo sich der Altersdurchschnitt zwischen 45 und 60 Jahren bewege.

Ziel aller angekündigten und unangekündigten Kontrollen sei die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Deshalb der Appell an die Autofahrer, sich nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ans Steuer zu setzen. "Entweder trinken oder fahren", formuliert Tinhof das Anliegen der Exekutive.