Chronik | Burgenland
31.05.2018

Brand im Umspannwerk: 60 Gemeinden ohne Strom

In Rotenturm stand der Trafo im Umspannwerk in Flammen, 15.000 Haushalte mussten kurzzeitig ohne Strom auskommen

In einem Umspannwerk in Rotenturm (Bezirk Oberwart) ist es am Mittwochabend zu einem Brand gekommen. Mehr als 60 Gemeinden waren betroffen, rund 15.000 Haushalte waren für kurze Zeit ohne Strom.

Gegen 18.20 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Rotenturm alarmiert, sagt Einsatzleiter Manfred Pimperl. „Wir mussten mit den Löscharbeiten erst warten, bis der Strom abgeschaltet wurde“, erklärt der Feuerwehrkommandant. Einstweilen wurde die Freiwillige Feuerwehr Unterwart nachalarmiert, Polizei und Techniker der Energie Burgenland waren bereits vor Ort. Mit schwerem Atemschutz ausgerüstet und mit Hilfe von Schaum konnten die rund 30 Feuerwehrleute den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Danach musste der überhitzte Trafo noch etwa eine Stunde lang gekühlt werden, um ein neuerliches Auftreten der Flammen zu verhindern, schildert Pimperl.

Insgesamt dauerte der Einsatz der Feuerwehr rund zwei Stunden. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. Allerdings fiel in 15.000 Haushalten im Landessüden ab 18.22 Uhr für knapp eine halbe Stunde der Strom aus, sagt Gerhard Altmann, Sprecher der Netz Burgenland zum KURIER. Kurze Zeit später gab es in einigen der Haushalte für wenige Minuten einen neuerlichen Stromausfall.

Laut einer ersten Information stand der Eigenbedarfstrafo des Werkes in Flammen. Die genaue Ursache dafür war am Donnerstag laut Altmann noch unklar. Die Techniker waren am Feiertag damit beschäftigt, die Ursache für den Brand zu eruieren.

Die Höhe des Schadens war nach ersten Informationen noch unbekannt.

Claudia Koglbauer